Die Französischen Alpen mit Hund

Französische Alpen mit Hund: Urlaub im Aravis-Gebirge

Wer mit Hund in die französischen Alpen fahren möchte, landet bei der Reiseplanung erstaunlich schnell bei den immer gleichen Namen. Chamonix natürlich, vielleicht noch Grenoble und irgendwann wandert der Blick über die Grenze in Richtung Schweiz oder Italien, wo Dolomiten, Wallis und Südtirol seit Jahrzehnten sehr erfolgreich darin sind, ihre Berge ins rechte Licht zu rücken. Das Aravis-Gebirge dagegen scheint sich ein wenig hinter seinen eigenen Felsen zu verstecken. Und nachdem ich eine Woche rund um Le Grand-Bornand, Chinaillon, La Clusaz und die verschiedenen Pässe verbracht habe, verstehe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht, warum.

Denn landschaftlich muss sich dieses Gebiet vor den bekannten Alpenregionen nicht verstecken. Im Gegenteil. Schroffe helle Kalkfelsen ragen über grüne Almen, dazwischen liegen kleine Bergdörfer, einsame Täler, Hochweiden, Bergseen und Pässe, von denen man manchmal gleichzeitig auf mehrere Gebirgsketten schaut. Kühe stehen dort, wo man sie in einem französischen Werbeprospekt über Reblochon vermutlich genauso platzieren würde, und hinter der nächsten Kurve wartet wieder irgendein Berg, bei dem man automatisch langsamer fährt, obwohl hinter einem bereits der nächste Franzose geduldig darauf wartet, dass man sich irgendwann wieder daran erinnert, dass Straßen eigentlich zum Fahren gedacht sind.

Und trotzdem ist es im Sommer erstaunlich ruhig.

Wo genau liegt das Aravis-Gebirge?

Das Aravis-Gebirge, französisch Chaîne des Aravis, gehört zu den französischen Voralpen und liegt überwiegend im Département Haute-Savoie. Le Grand-Bornand und La Clusaz gehören zu den bekanntesten Ferienorten der Region. Der höchste Gipfel der Aravis-Kette ist die Pointe Percée mit 2.752 Metern.

Wer hier Urlaub macht, befindet sich also durchaus in den französischen Alpen, nur eben in einem ganz bestimmten Teil davon. Für die Reiseplanung ist diese Unterscheidung sogar hilfreich, denn die Region unterscheidet sich deutlich von Chamonix und der unmittelbaren Mont-Blanc-Region. Hier gibt es weniger internationales Publikum, weniger großen touristischen Zirkus und erheblich mehr klassische Almwirtschaft.

Le Grand-Bornand allein besitzt mehr als 160 Kilometer ausgeschilderte Sommerwanderwege. Sie reichen von einfachen Spazier- und Familienwegen bis zu anspruchsvollen Bergtouren rund um Pointe Percée, Lac de Lessy und die höheren Bereiche des Aravis-Massivs.

Ein touristisch erstaunlich unterschätztes Stück Frankreich

Mein erster Eindruck nach einigen Tagen war ziemlich eindeutig: Das Aravis-Gebirge wird als Sommerurlaubsziel völlig unterschätzt.

Im Winter dürfte die Welt hier anders aussehen. Le Grand-Bornand und La Clusaz sind bekannte Wintersportorte, überall ziehen sich Skipisten über die Berghänge, Sessellifte stehen scheinbar hinter jedem zweiten Felsen, und in Chinaillon besteht ein erheblicher Teil der Bebauung aus Chalets und Ferienwohnungen für Wintersportler.

Im September bekommt man davon jedoch nur noch die Kulisse zu sehen.

Es ist ruhig. Teilweise sehr ruhig.

Die wenigen Urlauber, denen wir begegnet sind, waren überwiegend Franzosen. Hin und wieder kommt aufgrund der Nähe zur Schweizer Grenze ein Schweizer Kennzeichen vorbei, aber das internationale Publikum, das man aus anderen bekannten Alpenregionen kennt, habe ich hier kaum erlebt.

Dabei steht die Landschaft beispielsweise den Dolomiten optisch für mich überhaupt nicht nach. Natürlich sieht das Gebirge anders aus. Die Dolomiten haben ihre ganz eigene dramatische Felsarchitektur, während die Aravis-Kette von langen Kalksteinrippen, tief eingeschnittenen Tälern und ausgedehnten grünen Hochalmen geprägt wird. Spektakulär ist beides.

Nur steht hier erheblich seltener ein Reisebus davor.

Urlaub im Aravis-Gebirge mit Hund

Was mich besonders überrascht hat, war der unkomplizierte Umgang mit Hunden.

Vor einer Reise nach Frankreich liest man immer wieder von Hundeverboten an Stränden, in Naturschutzgebieten, an Seen oder auf bestimmten Wanderwegen. Gerade wer vorher in anderen französischen Regionen unterwegs war, kann deshalb durchaus mit der Erwartung anreisen, ständig irgendwo vor einem Schild zu stehen, auf dem der Hund gerade wieder zur unerwünschten Spezies erklärt wird.

Im Aravis-Gebirge habe ich diesen Eindruck überhaupt nicht gehabt.

Hunde dürfen auf sehr vielen Wanderwegen mitgenommen werden. Auch auf verschiedenen offiziellen Wanderrouten rund um Le Grand-Bornand sind Hunde ausdrücklich erlaubt. Allerdings führt ein großer Teil der Wege über bewirtschaftete Almflächen, weshalb Hunde dort häufig angeleint werden müssen.

Und das ist auch sinnvoll.

Hier wird nicht für Urlauber dekorativ Landwirtschaft gespielt, sondern tatsächlich Vieh gehalten. Kühe stehen teilweise direkt auf oder neben den Wanderwegen, und die Herstellung des berühmten Reblochon gehört seit Jahrhunderten zur Region.

Wer einen Hund mitnimmt, sollte deshalb eine vernünftige Leine dabeihaben und seinen Hund im Bereich von Weidetieren selbstverständlich kontrollieren können.

Abgesehen davon habe ich die Gegend mit Hund ausgesprochen entspannt erlebt.

Baden mit Hund ist möglich, aber Wasser ist nicht die große Stärke der Region

Ein Punkt ist allerdings wichtig, wenn man im Sommer mit Hund kommt: Das Aravis-Gebirge ist kein Wasserparadies.

Es gibt Bergseen und kleinere Wasserstellen, und an einigen Stellen kann ein Hund durchaus einmal ins Wasser oder zumindest die Pfoten und den Bauch abkühlen. Zu den bekannten Seen rund um Le Grand-Bornand gehören beispielsweise der Lac de la Cour und der Lac de Lessy.

Der Lac de la Cour liegt oberhalb von Chinaillon mitten in den Almflächen. Hunde dürfen offiziell mitkommen, müssen wegen der Viehhaltung jedoch angeleint werden.

Wer einen Urlaub plant, bei dem der Hund jeden Nachmittag ausgiebig in einen See springen soll, findet allerdings geeignetere Regionen.

Gerade an heißen Tagen ist das wichtig.

Und heiß kann es hier durchaus werden.

Wann ist die beste Reisezeit mit Hund?

Gebirgswetter ist Gebirgswetter, und die Aravis machen daraus keine Ausnahme. Ein großer Teil der Region liegt deutlich über 1.000 Metern, die Wanderziele häufig noch erheblich höher. Entsprechend schnell können sich Temperaturen und Wetterlagen verändern.

Wir hatten Anfang September noch Temperaturen, bei denen Wandern mit Hund mitten am Tag teilweise schlicht zu warm gewesen wäre. Gleichzeitig kann die Situation in höheren Lagen innerhalb sehr kurzer Zeit komplett kippen.

Diese großen Temperatursprünge gehören zu den Alpen. Hier kann sich der Spätsommer ziemlich energisch mit dem nahenden Winter streiten, und gelegentlich gewinnt der Winter bereits im September eine Runde.

Für Urlaub mit Hund und Wandern würde ich persönlich deshalb den September bevorzugen. Im Juli und August kann es für längere Wanderungen mit Hund sehr heiß werden, während später im Herbst Schnee und winterliche Bedingungen in höheren Lagen immer wahrscheinlicher werden.

Natürlich kann man auch im Juni wunderbares Wetter erwischen oder im September eine heiße Woche bekommen. Eine Garantie für angenehme 18 bis 22 Grad bekommt man hier nicht mit der Ferienwohnung ausgehändigt.

Wer mit Hund reist, sollte deshalb stärker nach dem tatsächlichen Wetter schauen als nach dem Kalender.

Ohne Auto würde ich hier keinen Urlaub machen

Das ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt.

Ich würde für einen Urlaub im Aravis-Gebirge dringend ein Auto empfehlen.

Es gibt Busverbindungen und saisonale Shuttleangebote. Man kann sich also durchaus auch ohne eigenes Fahrzeug bewegen. Aber man würde meiner Meinung nach einen erheblichen Teil dessen verpassen, was diese Region so besonders macht.

Viele der schönsten Stellen liegen weit oberhalb der eigentlichen Orte.

Man fährt Richtung Col de la Colombière, Col des Annes, Maroly oder Col des Aravis, stellt das Auto ab und steht plötzlich mitten in einer vollkommen anderen Landschaft. Genau diese Möglichkeit hat mir hier besonders gefallen.

Das Straßennetz ist für eine Bergregion erstaunlich angenehm zu fahren. Man kommt mit dem Auto sehr hoch hinauf und erreicht zahlreiche Ausgangspunkte für Wanderungen, ohne vorher zwei Stunden bergauf laufen zu müssen.

Gerade mit Hund ist das ein großer Vorteil.

Man kann beispielsweise morgens eine kurze Wanderung machen, anschließend wieder ins Auto steigen, zu einem anderen Tal fahren und dort noch einmal spazieren gehen.

Man fährt allerdings ständig erst wieder hinunter

Was auf der Karte häufig näher aussieht, als es tatsächlich ist, sind die verschiedenen Täler und Bergseiten.

Denn quer über den Berg kommt man mit dem Auto natürlich meistens nicht.

Viele Höhenstraßen enden irgendwann an Almen, Parkplätzen oder bewirtschafteten Bereichen. Andere Wege dürfen nur landwirtschaftlich genutzt werden. Dadurch fährt man häufig zunächst wieder deutlich hinunter, bevor man in das nächste Tal oder auf den nächsten Pass gelangt.

Das macht zehn Kilometer Luftlinie gelegentlich überraschend lang.

Gerade deshalb lohnt es sich, Ausflüge vorher ein wenig zu ordnen und nicht morgens planlos drei Ziele auszuwählen, die zwar nebeneinander auf der Karte liegen, aber von drei vollkommen unterschiedlichen Bergseiten angefahren werden müssen.

Mit dem Auto erstaunlich weit hinauf in die Berge

Dafür entschädigt die Region Autofahrer an anderer Stelle.

Viele beeindruckende Berglandschaften erreicht man ohne Bergbahn.

Der Col de la Colombière liegt auf 1.618 beziehungsweise 1.622 Metern und ist im Sommer für Autos geöffnet, solange Wetter und Straßenverhältnisse dies zulassen. Auch andere Hochlagen rund um Le Grand-Bornand und La Clusaz lassen sich bequem über Bergstraßen erreichen.

Und genau deshalb haben die Seilbahnen für mich im Sommer eine deutlich geringere Bedeutung als in vielen anderen Alpenregionen.

In Le Grand-Bornand sind während der eigentlichen Sommersaison die Rosay-Gondel und der Lachat-Sessellift geöffnet. In La Clusaz laufen im Juli und August mehrere Anlagen. Anfang September wird dieses Angebot jedoch bereits deutlich reduziert und beschränkt sich teilweise auf einzelne Wochenenden.

Hinzu kommt, dass einige Höhenlagen, zu denen die Bergbahnen führen, ebenfalls mit dem Auto erreichbar sind.

Wer gern Seilbahn fährt oder dadurch eine bestimmte Wanderung abkürzen möchte, kann das natürlich tun. Für unseren Urlaub waren die Bergbahnen jedoch nahezu bedeutungslos.

Das Auto war erheblich nützlicher.

Für Wanderer dagegen ist das Gebiet ein Traum

Wenn es einen Grund gibt, weshalb ich noch einmal ins Aravis-Gebirge fahren würde, dann sind es die Wanderwege.

Nicht nur wegen ihrer Menge, sondern wegen der Landschaft.

Rund um Le Grand-Bornand gibt es über 160 Kilometer markierte Wanderwege. Dazu kommen die Wege rund um La Clusaz sowie zahlreiche Verbindungen zwischen Almen, Pässen, Hütten und Bergseen.

Man muss dabei keineswegs hochalpin unterwegs sein.

Es gibt einfache Wege durch die Almgebiete, kleine Rundwanderungen, Touren mit wenigen hundert Höhenmetern und natürlich ebenso Strecken, bei denen Wanderschuhe, Kondition und Bergerfahrung nicht mehr zur freiwilligen Zusatzausstattung gehören.

Besonders schön finde ich, dass viele Wanderungen bereits sehr hoch beginnen können.

Man fährt beispielsweise nach Les Annes, Maroly oder Richtung Colombière, steigt aus und befindet sich sofort mitten in einer Berglandschaft, für die man andernorts erst eine Gondelfahrt oder einen langen Aufstieg benötigt.

Das ist mit Hund ausgesprochen angenehm.

Berghütten, Almen und Restaurants gibt es reichlich

Verhungern wird man im Aravis-Gebirge nur mit erheblicher Eigeninitiative.

Restaurants, kleine Berggasthöfe, Almhütten und Einkehrmöglichkeiten findet man erstaunlich häufig. Gerade rund um touristisch erschlossene Hochlagen gibt es viele Möglichkeiten, etwas zu essen.

Die Preise habe ich dabei nicht als außergewöhnlich hoch empfunden. Natürlich sitzt man in einer französischen Bergregion und bekommt sein Mittagessen nicht zum Preis einer Currywurst am Baumarkt, aber insgesamt lagen viele Preise ungefähr auf dem Niveau, das ich inzwischen auch aus Deutschland kenne.

Dazu kommt die regionale Küche.

Das Aravis-Gebirge ist Reblochon-Land.

Tartiflette, Käsegerichte, Wurstwaren und regionale Spezialitäten tauchen entsprechend häufig auf den Speisekarten auf. Für Menschen, die nach einer Wanderung gern etwas essen, ist das hervorragend.

Für Menschen, die nach einer Wanderung ausschließlich einen kleinen Blattsalat ohne Dressing wünschen, ist es möglicherweise charakterbildend.

Einkaufen sollte man besser vorher

Beim normalen Lebensmitteleinkauf sieht die Sache anders aus.

Im Zentrum von Le Grand-Bornand gibt es einen SPAR-Supermarkt, in Chinaillon außerdem eine kleinere Vival-Supérette. Für Lebensmittel des täglichen Bedarfs reicht das grundsätzlich.

Die Auswahl und Preise eines großen Supermarktes im Tal sollte man allerdings nicht erwarten.

Wenn ich noch einmal für eine Woche hierher fahren würde, würde ich deshalb einen größeren Einkauf erledigen, bevor ich mich endgültig in die Berge begebe, beispielsweise im Raum Annecy oder in einem größeren Ort im Tal.

Getränke, Hundefutter, Frühstückssachen, haltbare Lebensmittel und alles, was man ohnehin während der Woche benötigt, würde ich gleich mitnehmen.

Die kleinen Geschäfte in den Bergorten würde ich eher für frisches Brot, Käse, einzelne Lebensmittel und vergessene Dinge nutzen.

Das erspart Fahrerei und schont nebenbei die Urlaubskasse.

Warum wirkt im Sommer so vieles geschlossen?

Gerade Anfang September fällt auf, wie deutlich diese Orte auf den Wintertourismus ausgerichtet sind.

Man sieht große Chaletanlagen, Ferienwohnungen und Liftanlagen, während gleichzeitig zahlreiche Fensterläden geschlossen bleiben. Auch einige Restaurants, Geschäfte und touristische Angebote fahren nach dem August ihre Öffnungszeiten zurück oder schließen ganz.

Das bedeutet allerdings nicht, dass im Sommer grundsätzlich kaum Unterkünfte angeboten werden.

Le Grand-Bornand vermarktet offiziell zahlreiche Hotels, Apartments, Chalets und Ferienanlagen auch für die Sommersaison. Es gibt spezielle Sommerangebote und sogar Aufenthalte, bei denen Bergbahnen oder andere Aktivitäten enthalten sind.

Trotzdem bleibt der Unterschied zwischen Hauptwinterbetrieb und der ruhigeren Sommersaison deutlich sichtbar.

Und gerade im September wird dieser Übergang sehr deutlich.

Für mich war das eher angenehm.

Wer ein lebhaftes Ferienzentrum mit ständig geöffneten Geschäften, Après-Wanderung, Shopping und umfangreichem Unterhaltungsangebot erwartet, wird möglicherweise enttäuscht sein.

Wer morgens aus dem Fenster schauen möchte und lieber Berge als Menschen sieht, könnte dagegen ziemlich zufrieden sein.

Le Grand-Bornand, Chinaillon oder La Clusaz?

Diese drei Orte sollte man nicht einfach in einen Topf werfen.

Le Grand-Bornand Village liegt niedriger und wirkt wie ein gewachsener Bergort mit touristischer Infrastruktur.

Chinaillon gehört zu Le Grand-Bornand, liegt aber deutlich höher. Für mich war Chinaillon landschaftlich als Ausgangspunkt besonders interessant, weil man von dort schnell Richtung Colombière, Maroly und verschiedene Höhenlagen kommt.

La Clusaz wiederum ist größer und touristisch stärker entwickelt. Gleichzeitig bietet die Umgebung ausgesprochen schöne Spazier- und Wandermöglichkeiten.

Welcher Ort für einen Urlaub mit Hund am besten geeignet ist, hängt deshalb stark davon ab, was man machen möchte.

Wer jeden Morgen direkt von der Ferienwohnung eine große Wanderung beginnen will, sollte die genaue Lage seiner Unterkunft sehr sorgfältig anschauen. Nicht jede Ferienwohnung liegt automatisch an einem schönen Wanderweg, nur weil draußen ein Berg steht.

Das klingt banal.

Ist es aber nicht.

Man kann hier durchaus wunderschön wohnen und trotzdem für fast jede interessante Wanderung zunächst zehn Minuten ins Auto steigen müssen.

Urlaub mit Hund bedeutet hier vor allem Freiheit

Und genau das ist vielleicht mein größtes Fazit nach dieser Reise.

Das Aravis-Gebirge ist keine Region, in der einem alle hundert Meter eine touristische Attraktion präsentiert wird.

Man muss sich ein bisschen selbst umsehen.

Eine Straße hochfahren.

Das Auto abstellen.

Einen Wanderweg ausprobieren.

Noch einen Pass anschauen.

An einer Alm vorbeilaufen.

Wieder ins Tal fahren und die nächste Bergseite hinauf.

Für mich war genau das ausgesprochen schön.

Mit Hund konnten wir uns fast überall bewegen, die Landschaft war spektakulär, die Straßen waren gut fahrbar und wir mussten uns nicht ständig Gedanken darüber machen, ob am nächsten Ziel wieder irgendein Hundeverbot auf uns wartet.

Für wen eignen sich die französischen Alpen rund um Aravis mit Hund?

Besonders empfehlen würde ich die Region Menschen, die Berge wirklich wegen der Berge mögen.

Wer gern wandert, kleine Bergstraßen fährt, Aussichtspunkte entdeckt, mit seinem Hund draußen unterwegs ist und kein Problem damit hat, dass der nächste größere Supermarkt nicht direkt um die Ecke liegt, findet hier eine außergewöhnlich schöne Region.

Auch für Menschen, die nicht jeden Tag sechs Stunden wandern möchten, ist das Gebiet interessant, weil man mit dem Auto erstaunlich weit hinaufkommt.

Weniger geeignet finde ich es dagegen für Urlauber, die ihr Auto eine Woche lang stehen lassen möchten und alles direkt von der Unterkunft erreichen wollen.

Auch wer jeden Tag einen großen See oder sicheren Badeplatz für seinen Hund benötigt, findet vermutlich bessere Ziele.

Mein Fazit: Warum kennt eigentlich kaum jemand dieses Gebirge?

Diese Frage habe ich mir während der Woche tatsächlich mehrfach gestellt.

Warum fahren deutsche Urlauber in Kolonnen in die Dolomiten, während man hier teilweise kilometerweit durch eine Landschaft fährt, die genauso beeindruckend ist, und fast ausschließlich französische Kennzeichen sieht?

Vielleicht liegt es daran, dass die Region sich international weniger vermarktet.

Vielleicht liegt es am starken Winterfokus.

Vielleicht fehlen einfach die großen Namen.

„Mont Blanc“ kennt jeder.

„Aravis“ klingt für viele Deutsche vermutlich zunächst eher nach einem neuen französischen Käse.

Dabei liegt genau darin ein Teil des Reizes.

Das Aravis-Gebirge ist landschaftlich spektakulär, angenehm unaufgeregt, mit Hund erstaunlich unkompliziert und für Wanderer hervorragend geeignet. Man kann mit dem Auto weit hinauf in die Berge fahren, findet unzählige Wanderwege und erlebt eine Alpenregion, die sich im Sommer noch nicht anfühlt, als hätte jemand jeden Quadratmeter touristisch durchoptimiert.

Ich würde wiederkommen.

Allerdings wieder mit Auto, gut gefülltem Kofferraum, Wanderschuhen, ausreichend Wasser für den Hund und möglichst im September.

Und diesmal würde ich bereits vorher wissen, dass hinter beinahe jeder unscheinbaren Bergstraße wieder irgendein Ort wartet, an dem man eigentlich nur kurz aussteigen wollte und zwei Stunden später immer noch herumläuft, weil es einfach viel zu schön ist.

Hier die komplette Übersicht der Frankreich Tour

Reiseplanung Frankreich

Was erwartet mich in den französischen Alpen

Übernachten mit Hund in den französischen Alpen

Die tollsten Pässe in den französischen Alpen

Route des Grandes Alpes

Die Anreise nach Frankreich

Die Mont Blanc Region

Cascade Du Rouget

Aix les Bains

Les Grand Bornand

Le chinaillon

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Atemberaubende Alpine Hundewanderung

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Panorama wandern in Les Annes


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