Die Anreise nach Frankreich

Liegewiese und Autobahn 😅

Die erste Etappe meiner Reise verläuft unspektakulär und staufrei

Der hässlichste See Deutschlands? Meine Pause am Northeimer See

Es gibt Orte, die besucht man, weil sie wunderschön sind. Es gibt Orte, die besucht man, weil man sie unbedingt einmal gesehen haben möchte. Und dann gibt es den Northeimer See. Den besuche ich, weil er ausgesprochen praktisch an der Autobahn liegt.

Ich war schon einmal hier und dachte damals bereits: Das muss einer der hässlichsten Seen Deutschlands sein. Heute stehe ich wieder hier und kann erfreut feststellen, dass sich an meinem Eindruck absolut nichts geändert hat.

Dabei ist der Northeimer See als Zwischenstopp auf einer langen Autofahrt eigentlich gar nicht schlecht. Man fährt von der Autobahn herunter, ist kurze Zeit später am Wasser und kann sich ein bisschen die Beine vertreten. Gerade mit Hund ist das durchaus praktisch. Paul und Luca interessiert es schließlich herzlich wenig, ob ein See einen Platz im Reiseführer verdient hat. Wasser, Gras, interessante Gerüche, ein bisschen herumlaufen, alles bestens.

Für die Dackel ist die Lage egal

Für Menschen ist die Sache etwas schwieriger.

Denn der See liegt dermaßen dicht an der Autobahn, dass man sie nicht nur hört. Sie ist akustisch praktisch Bestandteil des Landschaftskonzepts. Statt Vogelgezwitscher gibt es das gleichmäßige Rauschen des Verkehrs, unterbrochen von besonders engagierten Lastwagen. Naturerlebnis mit eingebauter Verkehrsdurchsage.

Hier mal ein Video mit Ton 🙈😅es ist schon ganz schön schräg 😝

Besonders faszinierend fand ich das schon bei meinem letzten Besuch im Sommer. Damals lagen hier tatsächlich Menschen am Strand und sonnten sich. Mit Handtüchern. Ganz entspannt. Freiwillig. 😱 Ich stand daneben und fragte mich, ob diese Menschen über eine besondere Fähigkeit verfügen, Autobahnlärm geistig auszublenden, die mir bei der Geburt leider nicht mitgegeben wurde.

Denn geschützt ist hier nichts. Die Autobahn ist da, der Lärm ist da und trotzdem liegen Menschen am Wasser, als befänden sie sich an irgendeinem stillen kleinen Natursee mitten im Nirgendwo.

Als Ausflugsziel würde ich deshalb nicht unbedingt mehrere Stunden Anfahrt einplanen. Als Zwischenstopp auf einer langen Fahrt Richtung Süden sieht die Sache allerdings ganz anders aus. Dafür ist der Northeimer See tatsächlich ziemlich praktisch: runter von der Autobahn, kurz mit dem Hund laufen, ein bisschen Wasser sehen, Beine vertreten und anschließend wieder weiterfahren.

Man muss eben nur wissen, was man bekommt.

Keinen idyllischen Badesee. Keine Stille. Keine romantische Naturkulisse.

Sondern möglicherweise den hässlichsten See Deutschlands.

Und erstaunlicherweise komme ich trotzdem immer wieder hierher

Zwischen Übernachtung in Forst

Zwischenstopp in Forst: praktisch, unspektakulär und erstaunlich brauchbar

Nach meinem Zwischenstopp am Northeimer See, den ich weiterhin mit gutem Gewissen für den Titel „hässlichster See Deutschlands“ nominieren würde, ging es weiter Richtung Süden. Mein Ziel für heute war Forst in Baden-Württemberg. Weil es dort einen See gab für Hunde

Abkühlen nach der Autofahrt

Und Forst ist… nun ja. Forst.

Es gibt Orte, bei denen man aus dem Auto steigt und sofort denkt: Hier würde ich gerne ein paar Tage bleiben. Man entdeckt hübsche Häuser, kleine Gassen, einen schönen Dorfplatz oder irgendeinen anderen Grund, warum Menschen freiwillig hier Urlaub machen.

Forst gehört nicht in diese Kategorie.

Der Ort ist nicht einmal spektakulär hässlich. Das wäre ja schon wieder interessant. Er ist einfach erstaunlich unspektakulär. Ein Ort, bei dem ich mich ernsthaft frage, warum jemand auf die Idee kommen sollte, hier seinen Jahresurlaub zu verbringen.

Der See

Aber genau das will ich ja auch gar nicht.

Ich brauche heute nur einen vernünftigen Zwischenstopp auf dem Weg in den Süden. Und dafür ist Forst tatsächlich ziemlich gut geeignet.

Von der Autobahn runter und praktisch sofort im Hotel

Das Hotel liegt nur wenige hundert Meter von der Autobahn entfernt. Genau das wollte ich eigentlich vermeiden, denn nach meinem Erlebnis am Northeimer See hatte ich für heute wirklich genug Autobahngeräusche gehört.

Erstaunlicherweise ist es hier aber wesentlich ruhiger, als ich erwartet hatte. Natürlich hört man die Autobahn ein bisschen, wenn man darauf achtet. Aber sie dröhnt nicht permanent durch die Gegend und ich habe nicht das Gefühl, direkt auf einem Rastplatz zu übernachten.

Vor allem ist die Anreise denkbar unkompliziert: Autobahn runter, ein paar Minuten fahren, ankommen.

Der Check-in funktioniert per Self-Check-in, was für so eine Zwischenübernachtung ausgesprochen praktisch ist. Kein Zeitdruck, keine Rezeption, die irgendwann schließt, und kein Problem, wenn man unterwegs doch länger braucht.

Das Zimmer selbst ist sehr, sehr klein. Wer hier mit drei großen Koffern anreist und anschließend noch Yoga machen möchte, wird vermutlich organisatorische Schwierigkeiten bekommen. Aber es ist sauber, ordentlich und zweckmäßig eingerichtet.

Abkühlen, bei 28 Grad mehr als verdient

Für eine Nacht reicht es vollkommen.

Und genau daran muss man solche Hotels meiner Meinung nach auch messen. Ich brauche heute keine Wellnesslandschaft, keine Suite und keinen handgeschriebenen Willkommensbrief auf dem Kopfkissen. Ich möchte vernünftig schlafen, morgens wieder ins Auto steigen und weiterfahren.

Das eigentliche Plus ist der kleine See

Was den Zwischenstopp für mich deutlich besser macht, ist der kleine Park mit See direkt in der Nähe.

Auch der ist kein Naturwunder, für das man eigens nach Baden-Württemberg reisen müsste. Aber nach mehreren Stunden Autofahrt ist er Gold wert.

Man kann dort tatsächlich noch eine vernünftige Runde mit den Hunden drehen. Für ungefähr eine Stunde Spaziergang reicht das Gelände problemlos, es gibt Grün, Wasser und vor allem können sich die Hunde am See abkühlen.

Und genau das war mir wichtig.

Nach einem langen Tag im Auto brauchen die Dackel keine Sehenswürdigkeit. Die wollen schnüffeln, laufen, ihre Beine benutzen und anschließend irgendwo ins Wasser stapfen. Und ich möchte ebenfalls nicht nach der Ankunft noch einmal ins Auto steigen und zehn Kilometer fahren müssen, nur damit wir eine halbwegs schöne Gassirunde finden.

Hier gehe ich einfach los.

Das macht Forst als Zwischenübernachtung für Reisende mit Hund tatsächlich ziemlich praktisch.

Und jetzt: Biergarten

Viel mehr habe ich über Forst vermutlich auch morgen nicht zu erzählen.

Aber einen Biergarten gibt es.

Und genau dort werde ich jetzt den heutigen Reisetag beenden. Ein Alsterwasser für mich, vielleicht noch etwas Vernünftiges zu essen und die Jungs dürfen noch ein bisschen mit in den Biergarten und dort für gepflegtes Dackelgewusel sorgen.

Danach geht es ins kleine Hotelzimmer und morgen weiter Richtung Süden.

Mein Fazit für Forst fällt deshalb überraschend positiv aus, allerdings mit einer sehr speziellen Empfehlung:

Ich würde nicht sagen: „Fahrt unbedingt einmal nach Forst!“

Ich würde sagen: „Wenn ihr sowieso auf der Autobahn vorbeikommt, müde seid, einen unkomplizierten Schlafplatz braucht und mit euren Hunden vor dem Schlafengehen noch eine Runde im Grünen und am Wasser laufen möchtet, dann kann man hier erstaunlich gut eine Nacht verbringen.“

Und manchmal muss ein Zwischenstopp eben nicht schön sein.

Er muss funktionieren.

Forst funktioniert.


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Ich bin Daniela

Herzlich Willkommen auf meinem Urlaub mit Hund Blog. Ich hoffe, dir gefallen meine Reisetipps

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