Im Paradies

Freiheit für die Dackel

Camping Ribamar in Alcossebre: Mein kleines Paradies zwischen Bergen und Meer

Es gibt Orte, an die man zurückkehrt, weil sie schön sind. Und es gibt Orte, an die man zurückkehrt, weil man dort irgendwann ein kleines Stück seines Herzens vergessen hat.

Für mich gehört Camping Ribamar zu diesen Orten.

Als ich wieder hier ankam, hatte ich sofort dieses vertraute Gefühl: Endlich wieder da! Die Berge, das Meer, der Duft der mediterranen Vegetation und diese wunderbare Ruhe, die sich einstellt, wenn man die belebten Küstenorte hinter sich lässt. Vor mir lag eine Landschaft, die genau das vereint, was ich an Spanien so liebe. Hinter mir die Berge, vor mir das Mittelmeer und mittendrin ein kleines Naturparadies, in dem auch meine beiden Dackel Paul und Luca auf ihre Kosten kommen.

Allerdings habe ich bei diesem Besuch etwas festgestellt, womit ich nicht gerechnet hatte: Mein geliebtes Ribamar fühlt sich im September ganz anders an als im Winter.

Und dann gab es noch diesen einen Moment am Meer, den ich vermutlich mein Leben lang nicht vergessen werde.

Camping Ribamar: Wo die Berge das Mittelmeer berühren

Der Campingplatz Ribamar liegt bei Alcossebre in der Provinz Castellón, an der spanischen Mittelmeerküste. Das Besondere an diesem Campingplatz ist seine Lage mitten im Naturpark Serra d’Irta.

Hier ist die Küste noch nicht vollständig von Hotels, Ferienwohnungen und Strandpromenaden vereinnahmt worden. Stattdessen ziehen sich bewaldete Hügel bis ans Meer, schmale Wege führen durch die mediterrane Landschaft und zwischen Felsen verstecken sich kleine Buchten.

Der Naturpark umfasst rund 12.000 Hektar. Er gehört zu den wenigen größeren Küstengebirgen der Region, die weitgehend unbebaut geblieben sind. Genau diese Ursprünglichkeit macht seinen Reiz aus.

Der Campingplatz selbst bietet Stellplätze, komfortable Holzbungalows, einen Pool und ein Restaurant. Das Meer erreicht man zu Fuß in wenigen Minuten. Wer gerne wandert oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, findet direkt vor der Tür zahlreiche Möglichkeiten, die Landschaft zu erkunden.

Was mir hier besonders gefällt, ist allerdings etwas, das sich nur schwer in einer Ausstattungsliste unterbringen lässt: Man ist mitten in der Natur und muss trotzdem nicht auf die Annehmlichkeiten eines Campingplatzes verzichten.

Man sitzt vor seinem Bungalow, schaut in die Landschaft und hört nichts, was einen daran erinnert, dass irgendwo da draußen noch eine ziemlich hektische Welt existiert.

Genau so stelle ich mir Urlaub vor.

Ein Paradies für meine Dackel Paul und Luca

Wer mit Hunden reist, weiß, wie schnell aus einem vermeintlichen Traumurlaub eine organisatorische Meisterleistung werden kann. Hier darf der Hund nicht an den Strand, dort nicht ins Restaurant und anderswo muss man erst einmal herausfinden, ob überhaupt Vierbeiner willkommen sind.

Auf Camping Ribamar habe ich dagegen das Gefühl, dass meine Dackel einfach dazugehören.

Paul und Luca können mit mir die Natur erkunden, wir haben wunderbare Spaziermöglichkeiten direkt vor der Tür und müssen nicht erst ins Auto steigen, um ein bisschen Grün zu finden. Die Landschaft beginnt praktisch vor unserem Bungalow.

Für mich ist das ein enormer Pluspunkt. Ich möchte schließlich nicht irgendwo Urlaub machen und meine Hunde dabei ständig als Problem betrachten müssen.

Hier können wir gemeinsam unterwegs sein, die Wege erkunden, die Meeresluft genießen und einfach eine schöne Zeit verbringen.

Wobei die Natur für Langhaardackel eine ganz eigene Vorstellung von Beschäftigung bereithält.

Kletten und Dornen: Wenn die Natur am Dackel hängen bleibt

So wunderschön die mediterrane Vegetation auch ist, sie hat eine ziemlich unangenehme Eigenschaft: Sie möchte offenbar gerne mit nach Hause.

Überall finden sich Kletten, kleine Dornen und stachelige Pflanzenteile, die sich mit erstaunlicher Hartnäckigkeit im langen Fell meiner Dackel festsetzen.

Besonders an den Beinen, am Bauch und in den langen Haaren an den Ohren sammelt sich bei unseren Spaziergängen so einiges an. Und leider ist das nicht nur lästig. Manche Dornen können richtig wehtun.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang gehört deshalb eine gründliche Fellkontrolle inzwischen zu unserem festen Programm. Ich schaue besonders zwischen den Zehen und an den Pfoten nach, denn dort können sich kleine Fremdkörper verstecken, die man beim normalen Streicheln überhaupt nicht bemerkt.

Wer mit einem Kurzhaardackel unterwegs ist, hat es hier vermutlich etwas leichter. Mit zwei Langhaardackeln muss man dagegen damit rechnen, dass die Natur gelegentlich beschließt, als Souvenir mitzukommen.

Der Tag, an dem Paul seinen kleinen Freund Luca rettete

Es gibt Erlebnisse, die sich erst im Nachhinein richtig begreifen lassen.

Gestern hatten wir so einen Moment.

Wir waren am Meer, und Luca stand am Rand des Wassers. Eigentlich eine völlig harmlose Situation. Er wollte ein bisschen am Wasser stehen, vielleicht die Pfoten nass machen und schauen, was da so passiert.

Das Mittelmeer hatte allerdings andere Pläne.

Die Wellen können hier ziemlich heftig werden. Selbst wenn man nur ganz vorne am Wasserrand steht, kann plötzlich eine größere Welle heranrollen, die man in ihrer Kraft völlig unterschätzt.

Und genau das passierte.

Eine Welle schoss über Luca hinweg und riss ihn plötzlich ins Wasser.

Für einen winzigen Moment blieb mir vermutlich das Herz stehen. Dann bin ich losgerannt, so schnell mich meine Beine tragen konnten.

Aber ich war nicht die Einzige.

Paul hatte sofort begriffen, dass mit seinem kleinen Freund etwas nicht stimmte.

Er stürzte sich auf Luca, packte ihn und brachte ihn zurück ans Ufer.

Als ich bei den beiden ankam, war Luca bereits wieder in Sicherheit.

Gerettet von Paul.

Ich kann gar nicht richtig beschreiben, was in diesem Moment in mir vorging. Erst dieser entsetzliche Schreck, dann die Erleichterung und schließlich dieses unbeschreiblich rührende Gefühl, als mir klar wurde, was Paul gerade getan hatte.

Mein kleiner roter Langhaardackel hatte nicht gezögert. Er war einfach zu Luca geeilt und hatte ihm geholfen.

Natürlich weiß ich nicht, was genau in Pauls Kopf vorging. Aber ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie er auf Lucas Not reagierte und ihn zurück ans Ufer brachte.

Und das werde ich ihm niemals vergessen.

Manchmal zeigen Hunde ihre Verbundenheit auf eine Weise, die mehr sagt als tausend Worte.

Warum ich die Wellen seitdem mit anderen Augen sehe

Dieses Erlebnis hat mir noch einmal deutlich gemacht, dass eine wunderschöne Naturbucht nicht automatisch ein ungefährlicher Badeplatz für Hunde ist.

Gerade kleinere Hunde können durch eine plötzlich brechende Welle schnell den Halt verlieren. Hinzu kommen Strömungen, die man vom Strand aus nicht unbedingt erkennen kann.

Ich werde Luca deshalb künftig nicht mehr bei stärkerem Wellengang unmittelbar an der Wasserkante stehen lassen. Und auch Paul soll natürlich nicht noch einmal in eine Situation geraten, in der er sich selbst in Gefahr bringt.

So rührend seine Rettungsaktion war, möchte ich eine Wiederholung wirklich nicht erleben.

Die Strände der Serra d’Irta: Wunderschön, aber nicht immer bequem

Die Küste rund um Camping Ribamar ist landschaftlich ein Traum.

Die kleinen Buchten, das klare Wasser und die felsigen Küstenabschnitte vermitteln ein ganz anderes Gefühl als die großen, erschlossenen Sandstrände der spanischen Ferienorte.

Besonders die Cala Ribamar und die Cala Mundina sind naturbelassene Buchten mit Sand, Kieseln und felsigen Abschnitten.

Genau das macht sie so reizvoll.

Allerdings gibt es für mich einen ziemlich handfesten Nachteil: die Steine im Wasser.

Ich finde sie wirklich nervig.

Man braucht unbedingt Badeschuhe, wenn man einigermaßen bequem ins Meer gelangen möchte. Und selbst mit Badeschuhen ist es nicht immer angenehm, über die Steine zu laufen, während gleichzeitig die Wellen gegen die Beine schlagen.

Das Wasser ist wunderschön, keine Frage. Aber ein entspannter Badeurlaub sieht für mich etwas anders aus.

Wer vor allem lange Sandstrände sucht, an denen man gemütlich ins Meer laufen kann, sollte sich eher die größeren Strände von Alcossebre ansehen. Die Playa Carregador und die Playa Las Fuentes bieten beispielsweise feinen Sand und eine deutlich stärker erschlossene Umgebung.

Ob und unter welchen Bedingungen Hunde dort erlaubt sind, muss man allerdings gesondert prüfen. Die Freiheit, die wir rund um Ribamar genießen, lässt sich nicht einfach auf sämtliche Strände der Umgebung übertragen.

Was andere Urlauber an Camping Ribamar lieben

Ich habe mich auch einmal umgesehen, was andere Gäste über diesen besonderen Campingplatz schreiben. Dabei zeigt sich, dass ich mit meiner Begeisterung für seine Lage keineswegs allein bin.

In einer Bewertung vom Mai 2026 berichtet beispielsweise ein Paar, das bereits seit sechs Jahren regelmäßig nach Ribamar kommt, von der Ruhe, den großzügigen und privaten Stellplätzen, den komfortablen Bungalows und den wunderschönen Wandermöglichkeiten. Auch das Restaurant und die Poolanlage werden positiv erwähnt.

Andere Gäste beschreiben besonders die abgeschiedene Lage als Vorteil. Dass keine große Straße unmittelbar am Campingplatz vorbeiführt und die Zufahrt nicht asphaltiert ist, trägt für sie gerade zum naturnahen Charakter bei. Auch die Spazierwege zu den kleinen Buchten werden gelobt.

Das kann ich sehr gut nachvollziehen.

Ribamar ist kein Campingplatz, auf dem man sich wegen einer spektakulären Shoppingmeile oder eines riesigen Unterhaltungsprogramms wohlfühlt.

Seine eigentliche Attraktion liegt direkt vor der Tür.

Und die hat zum Glück keine Öffnungszeiten.

Alcossebre: Ein schöner Hafen macht noch keinen wunderschönen Ort

So sehr ich die Natur rund um Ribamar liebe, so wenig begeistert mich der eigentliche Ort Alcossebre.

Natürlich gibt es auch hier schöne Ecken.

Besonders die Marina Las Fuentes gefällt mir. Die Segelboote, das Wasser und die maritime Atmosphäre haben ihren ganz eigenen Reiz. Der Hafen ist für mich einer der Bereiche, in denen Alcossebre wirklich hübsch aussieht.

Auch in den Hügeln entdeckt man teilweise wunderschöne Häuser mit herrlichen Ausblicken.

Aber der Rest des Ortes überzeugt mich nicht besonders.

Vieles wirkt auf mich eher zweckmäßig als charmant. Manche Bereiche sind etwas heruntergekommen, andere haben den typischen Charakter eines Ferienortes, der vor allem funktionieren soll.

Das ist natürlich Geschmackssache. Und tatsächlich gibt es hier keine durchgehende Wand aus riesigen Hotelhochhäusern, wie man sie von manchen anderen Küstenorten kennt.

Trotzdem fehlt mir persönlich etwas.

Vielleicht liegt es daran, dass ich kleine, gewachsene Orte liebe, in denen man durch verwinkelte Gassen schlendert, alte Häuser entdeckt und hinter jeder Ecke etwas Neues findet.

Alcossebre ist für mich eher ein praktischer Ausgangspunkt für Ausflüge als ein Ort, in den ich mich verlieben würde.

Das macht aber nichts.

Schließlich bin ich nicht wegen der Stadt hier, sondern wegen der Berge, des Meeres und meines kleinen Paradieses in der Serra d’Irta.

September in Alcossebre: Für einen Urlaub mit Hund einfach zu heiß

Und damit komme ich zu dem Punkt, der meine Begeisterung bei diesem Aufenthalt tatsächlich ein wenig dämpft.

Die Hitze.

Ich hatte mich auf einen wunderschönen September in Spanien gefreut. Auf lange Spaziergänge mit den Dackeln, ausgedehnte Erkundungstouren durch die Berge und gemütliche Nachmittage am Meer.

In der Realität ist es für vieles davon schlicht zu heiß.

Die Temperaturen liegen während unseres Aufenthalts deutlich über 30 Grad und bewegen sich zeitweise sogar in Richtung 40 Grad.

Das ist für mich kein ideales Urlaubswetter mit Hunden.

Natürlich kann man morgens früh losziehen und abends noch einmal spazieren gehen. Aber ein großer Teil des Tages fällt für längere Unternehmungen praktisch aus.

Besonders auf den offenen Wegen im Naturpark, wo die Sonne ungehindert auf den Boden scheint, wird es schnell unangenehm.

Auch die Steine und der Untergrund können sich stark aufheizen. Für Hundepfoten ist das keine Kleinigkeit.

Paul und Luca sollen schließlich Urlaub machen und keinen unfreiwilligen Hitzetest absolvieren.

Deshalb verlegen wir unsere Aktivitäten in die kühleren Stunden und verbringen die heißeste Tageszeit möglichst im Schatten oder in unserem Bungalow.

Das funktioniert, aber es ist eben nicht die Art von Urlaub, die ich mir ursprünglich vorgestellt hatte.

Ich möchte schließlich etwas von der Landschaft sehen und nicht den halben Tag darauf warten, dass die Sonne endlich Feierabend macht.

Letztes Jahr war ich im Dezember hier, das ist deutlich geeigneter mit Hund!

Warum ich Camping Ribamar im Winter noch mehr liebe

Im Winter habe ich diesen Ort ganz anders erlebt.

Damals war Ribamar für mich wirklich zauberhaft.

Die Temperaturen waren angenehm, wir konnten lange Spaziergänge unternehmen und die Natur genießen, ohne ständig nach Schatten suchen zu müssen.

Gerade die Kombination aus Bergen und Meer kommt für mich in der kühleren Jahreszeit besonders schön zur Geltung.

Man kann morgens durch die Landschaft wandern, mittags irgendwo in der Sonne sitzen und nachmittags noch einmal mit den Hunden losziehen.

Auch die kleinen Buchten wirken außerhalb der sommerlichen Badesaison auf mich noch einmal ganz anders.

Dann muss man nicht unbedingt ins Wasser.

Es reicht vollkommen, auf einem Felsen zu sitzen, aufs Meer zu schauen und die Ruhe zu genießen.

Und genau dafür ist Ribamar für mich ein ganz besonderer Ort.

Dass der Campingplatz bei unserem jetzigen Besuch sehr gut besucht ist, zeigt zumindest, dass auch andere Urlauber die spätsommerliche Zeit hier schätzen. Mir persönlich wäre es allerdings lieber, wenn das Thermometer ein paar Grad weniger anzeigen würde.

Mein Fazit: Ein Paradies muss nicht perfekt sein

Wenn ich jetzt vor unserem Bungalow sitze und in die Landschaft schaue, weiß ich immer noch ganz genau, warum ich hierher zurückgekommen bin.

Camping Ribamar ist für mich einer dieser seltenen Orte, an denen ich mich sofort wohlfühle.

Ich liebe die Berge, das Meer, die Natur und die Freiheit, mit meinen beiden Dackeln einfach losziehen zu können.

Ich liebe es, dass wir nicht mitten in einer großen Ferienanlage sitzen, sondern in einer Landschaft, die noch ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat.

Aber ich habe bei diesem Aufenthalt auch festgestellt, dass ein wunderschöner Ort nicht zu jeder Jahreszeit gleichermaßen schön für mich sein muss.

Die Hitze im September schränkt unsere Unternehmungen erheblich ein. Die Kletten und Dornen sind für meine Langhaardackel eine echte Plage, die Steine im Wasser nerven mich und die kräftigen Wellen haben uns gestern einen gehörigen Schrecken eingejagt.

Und Alcossebre selbst wird vermutlich auch bei meinem nächsten Besuch nicht zu meinen spanischen Lieblingsorten gehören.

Trotzdem würde ich wiederkommen.

Vielleicht nicht unbedingt im September.

Aber ganz sicher im Winter, wenn die Sonne milder wird, die Wege wieder zu langen Spaziergängen einladen und wir die Natur so genießen können, wie ich es am liebsten mag.

Und wenn ich dann mit Paul und Luca wieder am Meer stehe, werde ich vermutlich noch ein bisschen genauer auf die Wellen achten.

Denn seit gestern weiß ich nicht nur, wie schnell aus einem harmlosen Moment eine gefährliche Situation werden kann.

Ich weiß auch, dass in meinem kleinen roten Langhaardackel ein ziemlich großer Held steckt.

Und das ist eine Erinnerung, die ich aus diesem Urlaub mit nach Hause nehmen werde.

Nicht als Klette im Fell.

Sondern mitten im Herzen. ❤️


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Eine Antwort zu „Im Paradies“

  1. Avatar von mongs
    mongs

    Habe dich schon vermisst und mich gefragt, wo du aktuell bist. Schön von dir zu hören! Paul ist ein echter Held. Ich liebe ihn aus der Ferne. ❤️❤️❤️ Wünsche euch schöne Tage, hoffentlich etwas kühler.😘😘😘

    Gefällt 1 Person

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Ich bin Daniela

Herzlich Willkommen auf meinem Urlaub mit Hund Blog. Ich hoffe, dir gefallen meine Reisetipps

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