Hundestrand Südfrankreich

Hundestrände in Südfrankreich: Mit Hund baden auf dem Weg nach Spanien

Wer mit Hund durch Südfrankreich nach Spanien fährt, könnte nach einer kurzen Internetsuche den Eindruck bekommen, dass Hunde und französische Strände ungefähr so gut zusammenpassen wie ein Dackel und die Aufforderung „Bleib“. Überall stehen Verbote, die Listen der offiziellen Hundestrände sind erstaunlich kurz und manche Informationen im Internet sind Jahre alt.

Ganz so schlimm ist es nicht.

Vor allem für Reisende, die erst im Oktober oder November nach Südfrankreich und Spanien fahren, verändert sich die Lage erheblich. Manche Strände werden bereits Mitte September für Hunde geöffnet, andere ab 1. Oktober und wieder andere tatsächlich erst ab 1. November. Dazu kommen ganzjährig geöffnete Hundestrände, Strände mit besonderen Uhrzeiten und natürliche Badestellen an Seen und Flüssen.

Dieser Reiseführer folgt deshalb der typischen Route nach Süden: über die französischen Alpen beziehungsweise den Lac du Bourget, weiter zum Verdon und Lac de Sainte-Croix und anschließend an die französische Mittelmeerküste von Menton an der italienischen Grenze bis Cerbère an der spanischen Grenze.

Dabei geht es ausdrücklich nicht nur darum, ob ein Hund einen Strand betreten darf. Entscheidend ist schließlich, ob er dort auch baden darf.

Stand der Recherche: September 2026. Strandverordnungen können von Gemeinden geändert werden. Die Beschilderung vor Ort hat deshalb immer Vorrang.

Hundestrand Frankreich: Warum Oktober und November besonders interessant sind

In Frankreich gibt es keine landesweite Regel, nach der Hunde beispielsweise ab dem 1. Oktober wieder an alle Strände dürfen. Die Gemeinden bestimmen ihre Strandregeln weitgehend selbst.

Das führt zu einem ziemlichen Flickenteppich.

An einem Ort endet das Hundeverbot am 15. September, zehn Kilometer weiter am 30. September. Manche Gemeinden öffnen ihre Strände am 1. Oktober, andere erst am 1. November. Und dann gibt es Orte, an denen Hunde selbst im Hochsommer morgens und abends ans Meer dürfen.

Für Überwinterer auf dem Weg nach Spanien ist das eine ausgesprochen gute Nachricht: Im Oktober stehen erheblich mehr Strände zur Verfügung als im Juli und August. Im November wird die Auswahl noch einmal größer.

Trotzdem gilt nicht automatisch: Nebensaison = Hund überall erlaubt.

Besonders in Naturschutzgebieten können Hundeverbote ganzjährig gelten. Deshalb sollte man auch an menschenleeren Naturstränden nicht einfach davon ausgehen, dass dort niemand etwas geregelt hat. Frankreich schafft es durchaus, selbst einem einsamen Stück Sand eine Verordnung mitzugeben.

Mit Hund am Lac du Bourget bei Aix-les-Bains

Hundestrand an der Plage de Mémard

Wer über die französischen Alpen Richtung Süden fährt, findet am Lac du Bourget bei Aix-les-Bains eine der interessantesten Möglichkeiten für eine Badepause.

Die Plage de Mémard besitzt neben der normalen Badeanlage einen ausdrücklich für Hunde vorgesehenen Strandbereich. Die Tourismusorganisation von Aix-les-Bains führt Mémard aktuell als Strand mit einer „plage dédiée aux chiens“, also einem eigenen Hundestrand.

Adresse zur Orientierung:
Plage de Mémard
Aix-les-Bains, 73100

Der Hundebereich befindet sich in unmittelbarer Nähe des normalen Strandes. Mémard ist damit eine der unkompliziertesten Möglichkeiten, auf der Fahrt durch die französischen Alpen einen Hund tatsächlich an den See zu bekommen.

Wichtig ist allerdings eine kleine Falle: Der nördlich anschließende Naturweg Fil de l’Eau zwischen Mémard und Pointe de l’Ardre ist kein Hundespazierweg. Dort sind Hunde aus Naturschutzgründen verboten. Das Verbot gilt also auch dann, wenn die unmittelbar benachbarte Plage de Mémard einen Hundebereich besitzt.

Verdon mit Hund: Wo darf der Hund baden?

Der Verdon gehört für viele Reisende zu den schönsten Zwischenstopps auf dem Weg nach Südfrankreich. Bei der Frage nach dem Baden mit Hund muss man allerdings zwischen dem Fluss, der eigentlichen Verdon-Schlucht und den verschiedenen Stauseen unterscheiden.

Lac de Castillon: Plage du Plan

Eine gute Möglichkeit findet sich am Lac de Castillon bei Saint-André-les-Alpes.

Adresse/Orientierung:
Plage du Plan
Route de Nice
04170 Saint-André-les-Alpes

Hunde dürfen dort angeleint über den Strand geführt werden. Innerhalb der überwachten Schwimmzone dürfen Hunde allerdings nicht baden.

Das ist ein typisches französisches Detail: Hund am Strand erlaubt bedeutet nicht automatisch Hund im Wasser erlaubt.

Wer dort mit Hund unterwegs ist, muss also außerhalb der markierten überwachten Badezone bleiben und die Beschilderung beachten.

Lac de Sainte-Croix: Commandon und Charoup

Wesentlich interessanter für Hunde ist der Lac de Sainte-Croix.

Bei Les Salles-sur-Verdon liegen die Strände Commandon und Charoup.

Adresse/Orientierung:
Plage Commandon et Charoup
83630 Les Salles-sur-Verdon

Hunde sind dort ausdrücklich zugelassen und müssen an der Leine geführt werden. Rund um Les Salles-sur-Verdon gibt es außerdem natürliche, weniger ausgebaute Seeufer.

Nicht erlaubt sind Hunde dagegen innerhalb der ausgewiesenen Badezone von Margaridon.

Für einen Badetag mit Hund würde ich deshalb nicht automatisch die größte und am stärksten ausgebaute Badestelle ansteuern, sondern Commandon beziehungsweise Charoup und die erlaubten Uferbereiche.

Naturufer am Lac de Sainte-Croix

Gerade außerhalb von Juli und August sind die natürlichen Ufer des Lac de Sainte-Croix interessant. Aber auch hier gilt: Ein wild aussehendes Ufer ist nicht automatisch rechtsfreier Raum. Naturschutz, lokale Verbote und einzelne Badezonen müssen beachtet werden.

Für den Hund ist der Lac de Sainte-Croix trotzdem eine der besten Bademöglichkeiten auf der gesamten Route.

Hundestrände an der Côte d’Azur

Nun geht es ans Meer.

Wir beginnen ganz im Osten Frankreichs an der italienischen Grenze und folgen der Mittelmeerküste anschließend bis Spanien.

Menton: gleich mehrere Strände mit Hund

Menton startet erfreulich hundefreundlich.

Plage des Chiens / Bereich Promenade Reine Astrid

An der Promenade Reine Astrid gibt es einen ausdrücklich für Hunde vorgesehenen Strandbereich. Die Tourismusinformation nennt ihn sogar schlicht „Plage des Chiens“. Hundeduschen sind vorhanden, die Badestelle wird allerdings nicht überwacht.

Adresse:
Promenade Reine Astrid
06500 Menton

Plage Hawaï

Ebenfalls an der Promenade Reine Astrid liegt die Plage Hawaï. Hunde sind dort auf der rechten Seite des Strandes zugelassen.

Adresse:
Promenade Reine Astrid
06500 Menton

Ganzjährig geöffnet.

Plage du Gorbio

Auch die kleine Plage du Gorbio ist ausdrücklich für Hunde zugänglich.

Adresse:
800 Promenade du Soleil
06500 Menton

Ganzjährig geöffnet.

Plage du Casino

Eine weitere Möglichkeit ist die Plage du Casino, eine überwiegend aus größeren Kieseln bestehende Stadtbadestelle, die ebenfalls zu den wenigen Stränden Mentons gehört, an denen Hunde zugelassen sind.

Adresse:
1000 Promenade du Soleil
06500 Menton

Ganzjährig geöffnet.

Roquebrune-Cap-Martin

In Roquebrune-Cap-Martin gibt es mit der Plage de la Piscine einen ausgewiesenen Hundestrand. Wer von Italien Richtung Nizza fährt, hat damit bereits auf den ersten Kilometern der französischen Mittelmeerküste erstaunlich viele Möglichkeiten.

Saint-Jean-Cap-Ferrat: Cros deï Pin

Am Ende der Plage Cros deï Pin befindet sich links ein eigener Bereich für Hunde.

Adresse:
Allée Mireille Delfino
06230 Saint-Jean-Cap-Ferrat

Hunde müssen angeleint bleiben, dürfen dort aber ausdrücklich ins Meer.

Nice: zwei richtige Hundestrände

Nizza ist wesentlich hundefreundlicher, als manche älteren Strandlisten vermuten lassen.

Plage de Lenval

Adresse/Orientierung:
Promenade des Anglais
gegenüber Hôpital Lenval
06000 Nice

Hier gibt es einen ausdrücklich eingerichteten Hundebereich. Hunde der französischen Kategorie 3 dürfen dort frei laufen und baden. Hunde der Kategorie 2 müssen angeleint und mit Maulkorb geführt werden; Kategorie 1 ist nicht zugelassen.

Plage de la Lanterne

Adresse:
386 Promenade des Anglais
06000 Nice

Auch La Lanterne ist speziell für Hunde eingerichtet. Es gelten dieselben Vorgaben: Kategorie 3 darf frei laufen und baden, Kategorie 2 nur angeleint und mit Maulkorb, Kategorie 1 nicht.

Außerhalb der ausgewiesenen Hundebereiche sind Hunde an den übrigen Stränden von Nizza nicht erlaubt.

Saint-Laurent-du-Var: Plage Vespins

Das ist einer der interessantesten Hundestrände der Côte d’Azur.

Adresse:
527 Promenade Alain Gerbault
06700 Saint-Laurent-du-Var

Hunde dürfen auf der gesamten Plage Vespins beziehungsweise Plage du Port frei laufen. Zum Baden gibt es am Ende des Strandes einen durch zwei Pfosten abgegrenzten Bereich.

Die Anlage ist ganzjährig geöffnet.

Damit ist Saint-Laurent-du-Var sowohl im Sommer als auch für Überwinterer im Oktober und November eine sehr sichere Adresse.

Cagnes-sur-Mer: Plage de l’Hippodrome

Cagnes-sur-Mer besitzt 3,5 Kilometer Kiesstrand. Hunde sind allerdings nur am Strandabschnitt gegenüber der Pferderennbahn zugelassen.

Orientierung:
Plage de l’Hippodrome
Promenade de la Plage
06800 Cagnes-sur-Mer

Weitere Hundestrände der Métropole Nice Côte d’Azur

Die aktuelle offizielle Übersicht nennt außerdem hundefreundliche Bereiche bei:

Cap-d’Ail: Pointe des Douaniers
Villeneuve-Loubet: Plage de Vaugrenier
Villefranche-sur-Mer: Plage de l’Ange Gardien

Die lokalen Regeln und Beschilderungen sollte man jeweils vor Ort beachten.

Cannes mit Hund am Strand: Im November ändert sich alles

Cannes ist besonders für Überwinterer interessant.

Denn hier fällt eine wichtige Grenze tatsächlich erst am 1. November.

Vom 1. November bis 1. Mai dürfen Hunde ohne zeitliche Beschränkung an mehrere natürliche öffentliche Strände:

Plages du Midi
Zamenhof
Gazagnaire

Seit 2026 kommt außerdem die frühere Plage Macé hinzu, die inzwischen Plage Brigitte Bardot heißt.

Adresse Plage Brigitte Bardot:
Boulevard de la Croisette
06400 Cannes

Auch sie ist vom 1. November bis 1. Mai für Hunde geöffnet.

Wer am 20. Oktober in Cannes ankommt, hat diese Möglichkeit also noch nicht. Wer am 2. November kommt, schon.

Gerade solche Unterschiede machen pauschale Aussagen wie „in Frankreich dürfen Hunde außerhalb der Saison an den Strand“ ziemlich wertlos.

Hundestrände im Var: Zwischen Saint-Tropez und Toulon wird es richtig interessant

Das Département Var gehört zu den hundefreundlicheren Abschnitten der französischen Mittelmeerküste.

Sainte-Maxime: ab Oktober deutlich mehr Möglichkeiten

In Sainte-Maxime gibt es einen Hundebereich am Stadtstrand beim Pont du Préconil.

Zusätzlich werden mehrere Strände in der Nebensaison für Hunde geöffnet.

Vom 1. Oktober bis 31. Mai werden Hunde unter anderem an folgenden Stränden toleriert:

Plage de la Croisette
Plage de la Madrague
Plage des Éléphants
Bereich am Pont du Préconil

Damit gehört Sainte-Maxime zu den Orten, an denen sich die Situation pünktlich zum Oktober erheblich verbessert.

Hunde müssen angeleint werden.

Ramatuelle und Pampelonne: überraschend hundefreundlich

Ramatuelle ist eine kleine Ausnahmeerscheinung an der Côte d’Azur.

Hunde dürfen angeleint auf die Strände der Gemeinde, darunter sogar:

Plage de Pampelonne
Plage de l’Escalet
Bonne Terrasse
Criques du Canadel

Am Escalet gibt es sogar Möglichkeiten, den Hund nach dem Baden abzuduschen.

Wer einen wirklich schönen Strand mit Hund sucht und nicht zwingend einen eingezäunten „Hundestrand“ braucht, sollte Ramatuelle deshalb im Hinterkopf behalten.

La Croix-Valmer: Oktober und November unterscheiden sich

Hier wird die Saisonregel besonders interessant.

Vom 1. Mai bis einschließlich 30. Oktober dürfen Hunde auf den Stränden nur zwischen 20 Uhr abends und 7 Uhr morgens geführt werden. Sie müssen angeleint sein.

Ab 31. Oktober fällt diese zeitliche Beschränkung weg.

Im November dürfen Hunde also grundsätzlich wieder ohne diese Uhrzeitbegrenzung an die Strände, weiterhin angeleint.

Für Überwinterer ist das ein erheblicher Unterschied.

La Londe-les-Maures: Plage de Tamaris

Östlich der Plage de Tamaris befindet sich zwischen Tamaris und Argentière eine eigene Stelle, an der Hunde ins Wasser dürfen.

Während der Sommersaison vom 15. Juni bis 15. September ist das Hundebaden nur

6 bis 9 Uhr und
19 bis 22 Uhr

gestattet.

Außerhalb dieser Zeit entfällt die Uhrzeitbeschränkung.

Damit kann man hier im Oktober und November den ganzen Tag mit Hund ans Wasser. Der Hund muss allerdings angeleint bleiben.

Hyères: Cani-Plage am Plage du Mérou

Adresse:
830 Boulevard Front de Mer
83400 Hyères

An der Plage du Mérou in L’Ayguade gibt es einen klar abgegrenzten Hundebereich mit Zugang zum Wasser.

Die Cani-Plage ist ganzjährig geöffnet.

Le Pradet: Cani Plouf

Adresse:
Crique du Moulin
Avenue Louis Valérie Roussel
83220 Le Pradet

Die kleine Crique du Moulin am Ende der Plage de la Garonne wurde ausdrücklich für Hunde eingerichtet.

Noch interessanter für Herbstreisende:

Vom 1. November bis 31. März werden angeleinte Hunde zusätzlich auf den anderen Stränden von Le Pradet toleriert.

Im Oktober bleibt man deshalb besser beim Cani Plouf. Ab November erweitert sich die Auswahl erheblich.

Six-Fours-les-Plages

An der Plage de Bonnegrâce gibt es einen abgegrenzten Bereich namens Doggy Beach beziehungsweise Brutal Beach.

Hunde müssen angeleint werden. Hunde der französischen Kategorien 1 und 2 sind dort ausgeschlossen.

Zusätzlich werden die Criques du Gaou als hundefreundlich geführt.

Les Issambres: morgens und abends

An der Plage de la Gaillarde Ouest, auch Plage des Éclaireurs genannt, dürfen Hunde zu bestimmten Zeiten mit:

6 bis 9:30 Uhr
und
18:30 bis 22 Uhr.

Leinenpflicht.

La Ciotat: richtiger Hundestrand und sogar Calanques zum Baden

La Ciotat ist für Hundebesitzer ein kleiner Lichtblick zwischen den strengeren Gemeinden der Region.

Plage canine La Ciotat

Der Hundestrand liegt zwischen Villa des Tours und dem östlichen Ende der Plage des Capucins.

Orientierung:
Haltestelle Villa des Tours
La Ciotat

Der Bereich ist ausdrücklich Hunden und ihren Haltern vorbehalten. Hunde dürfen dort spielen, laufen und sich im Meer abkühlen.

Île Verte mit Hund

Noch interessanter sind die kleinen Calanques auf der Île Verte. Die offizielle Tourismusinformation nennt Saint-Pierre, La Plageolle und Seynerolles ausdrücklich als Stellen, an denen Hunde baden können.

Auf den Wegen und während der Überfahrt gilt Leinenpflicht.

Cassis und Marseille: nicht auf alte Hundestrandlisten verlassen

Hier wird es wichtig.

In Cassis sind die normalen Stadtstrände wie Grande Mer und Bestouan ausdrücklich hundefrei.

Im Nationalpark Calanques dürfen Hunde auf zugelassenen Wegen zwar mitgeführt werden, müssen jedoch angeleint sein. Schutz- und Zugangsregeln sind unbedingt zu beachten.

Noch eindeutiger ist Marseille.

Die Stadt Marseille schreibt aktuell ausdrücklich:

Haustiere und insbesondere Hunde sind ganzjährig in sämtlichen offiziellen Badezonen verboten.

Das gilt auch außerhalb der klassischen Sommersaison.

Deshalb sollte man sich hier nicht auf ältere Internetlisten verlassen, die noch einzelne „Hundestrände Marseille“ nennen.

Camargue mit Hund am Meer

Die Camargue ist ein Sonderfall, weil hier große Naturflächen an die Stelle klassischer Stadtstrände treten.

Bei Saintes-Maries-de-la-Mer dürfen Hunde laut offizieller Tourismusinformation an die Strände außerhalb des Ortes.

Gerade für Reisende mit Hund sind diese weitläufigeren und ruhigeren Küstenabschnitte interessanter als die zentralen Ortsstrände.

In geschützten Naturgebieten gelten allerdings zusätzliche Einschränkungen. Hunde sind beispielsweise auf bestimmten Wegen und in ornithologisch besonders sensiblen Bereichen komplett verboten.

Naturstrand bedeutet also auch in der Camargue nicht automatisch: Hund darf überall hin.

Le Grau-du-Roi: seit 2026 zwei Hundestrände

Hier gibt es eine echte Neuerung.

Seit Juli 2026 testet Le Grau-du-Roi zwei Strandbereiche für Hunde.

Rive Droite

Der erste liegt an der Plage Rive Droite beim ehemaligen Aquaparc, Zugang 17.

Espiguette

Der zweite befindet sich im natürlichen Bereich der Pointe de l’Espiguette.

Hunde müssen in den ausgewiesenen Bereichen angeleint bleiben.

Das ist deshalb bemerkenswert, weil ältere Strandinformationen von Le Grau-du-Roi noch ein generelles Hundeverbot ausweisen. Die beiden Hundebereiche sind tatsächlich eine Neuerung des Jahres 2026.

La Grande-Motte: Hundebereich am Grand Travers

Auch La Grande-Motte hat einen offiziellen Bereich.

An der großen Plage du Grand Travers ist ein kleiner Strandabschnitt für Hunde freigegeben.

Zugang: Nr. 60
Plage du Grand Travers
La Grande-Motte

Der Grand Travers ist ein breiter Sandstrand mit Dünen und gehört zu den natürlicher wirkenden Küstenabschnitten dieser Gegend.

Sète: einer der besten Orte für Oktoberreisende

Sète verdient für Hundebesitzer ein eigenes Sternchen auf der Karte.

Plage du Vassal

Adresse:
Promenade du Lido
34200 Sète

Zwischen den Zugängen 72 und 73 gibt es einen ganzjährig für Hunde zugänglichen Bereich.

Der Hundebereich am Vassal erstreckt sich über rund 250 Meter. Während der Sommersaison gibt es zusätzliche zeitliche Regelungen, aber für Herbstreisende wird es ohnehin wesentlich einfacher.

Ab 1. Oktober dürfen Hunde an fast alle Strände von Sète

Vom 1. Oktober bis 31. Mai dürfen angeleinte Hunde auch an die anderen Strände von Sète.

Einzige wichtige Ausnahme ist die Plage Jalabert, Zugänge 62 bis 65. Dort bleibt der Zugang wegen geschützter Vögel eingeschränkt.

Für eine Fahrt im Oktober oder November gehört Sète deshalb zu den besten Küstenorten auf der gesamten Strecke.

Agde: Tamarissière und eine bemerkenswert genaue Hunde-Uhr

Die Plage de la Tamarissière besitzt einen besonderen Hundebereich zwischen Zugang 10 und der Gemeindegrenze zu Vias.

Adresse:
Rue Commandant Malet
34300 La Tamarissière

Vom 25. Mai bis 12. September gilt am normalen Strand ein Hundeverbot.

Im ausgewiesenen Hundebereich dürfen Hunde dagegen von

7 bis 9 Uhr und
19 bis 21 Uhr

frei herumlaufen.

Außerhalb dieser Zeiten müssen sie angeleint werden.

Für Oktober- und Novemberreisende ist das wesentlich entspannter, weil die eigentliche saisonale Sperre bereits Mitte September vorbei ist.

Sérignan, Portiragnes und Vendres

Hier lohnt es sich, sehr genau auf die einzelnen Naturflächen zu schauen.

Portiragnes-Plage Ouest

Die westliche Plage von Portiragnes gehört zu den Küstenabschnitten, die nach Angaben der regionalen Tourismusinformation ganzjährig mit Hund genutzt werden können.

Vendres-Plage

Auch der Bereich bei Chichoulet/Vendres-Plage wird als ganzjährig hundefreundlich geführt.

Bei den Orpellières wird ausdrücklich auf den erlaubten Strandabschnitt von Vendres zwischen Les Muriers und Les Foulègues verwiesen.

Orpellières: Naturstrand, aber trotzdem Regeln

Die Orpellières zeigen wunderbar, warum man bei „wilden Stränden“ vorsichtig sein muss.

Zwischen April und September sind Hunde dort verboten.

Außerhalb dieser Zeit dürfen Hunde mit, müssen aber angeleint bleiben.

Im Oktober und November ist der Naturstrand damit wieder zugänglich.

Der Grund für die Einschränkungen ist nicht der Badetourismus, sondern Naturschutz und insbesondere die Brut geschützter Küstenvögel.

Aude: Narbonne, Gruissan, Port-la-Nouvelle und Leucate

Saint-Pierre-la-Mer: ab 1. Oktober

Am großen Strand von Saint-Pierre-la-Mer dürfen Hunde vom

1. Oktober bis 30. April

mitgeführt werden.

Leinenpflicht.

Damit ist Saint-Pierre für Überwinterer ausgesprochen interessant.

Narbonne-Plage

Narbonne-Plage besitzt einen eigenen Hundebereich am Küstenabschnitt hinter dem nördlichen Bereich des Strandes. Hunde müssen angeleint bleiben.

Gruissan

Am nördlichen Ende der Plage du Grazel gibt es einen Bereich für Hunde. Auch hier gilt Leinenpflicht.

Port-la-Nouvelle: ungewöhnliche Saison

An der Plage de la Vieille Nouvelle läuft die Saison anders als an vielen Touristenstränden.

Hunde dürfen dort angeleint vom

1. August bis 31. März

mit.

Im Frühjahr und Frühsommer greifen dagegen Naturschutzregelungen wegen brütender Vögel.

Für Oktober und November ist die Vieille Nouvelle deshalb eine sehr gute Möglichkeit.

La Palme

Hier sind Hunde vom 15. Juni bis 15. September am Strand verboten.

Für Oktoberreisende ist diese Sperre also längst vorbei.

Die überwachte Badezone der Plage du Rouet bleibt allerdings gesondert geregelt.

Leucate

In Leucate werden Hunde ausschließlich am Strandabschnitt gegenüber Aqualand toleriert.

Andere bekannte Strände wie La Franqui und Leucate-Plage sind wegen der empfindlichen Naturflächen für Hunde tabu.

Pyrénées-Orientales: die letzten Hundestrände vor Spanien

Jetzt sind wir fast da.

Argelès-sur-Mer

Argelès besitzt zwei Bereiche für Hunde.

Der erste liegt am Fischerparkplatz zwischen Hafen und Racou südlich des Damms. Achtung: Die Hafenzone selbst ist keine Badezone.

Der zweite befindet sich nördlich von Rettungsstation 1 in Richtung Réserve Naturelle du Mas Larrieu.

Dort gilt eine besondere Uhrzeitregel:

Zwischen 9:30 und 19 Uhr sind Baden und Hundetraining verboten.

Wer den Hund ins Meer lassen möchte, sollte also morgens oder abends kommen.

Banyuls-sur-Mer: neuer Hundestrand 2026

Seit 2026 besitzt Banyuls-sur-Mer erstmals einen eigenen Hundestrand.

Er befindet sich hinter dem Espace Méditerranée und ist vor Ort als „Plage canine“ ausgeschildert.

Der Hundebereich erstreckt sich ausdrücklich nicht über die gesamte zentrale Plage.

Port-Vendres: kleine Hafenbuchten statt normaler Strand

An den bekannten Stränden und Buchten von Port-Vendres sind Hunde überwiegend nicht erlaubt. Dazu gehören:

Crique d’en Bœuf
Crique de l’Oli
Plage Bernardi
Plage de l’Usine
Plage del Forat in der Baie de Paulilles.

Eine interessante Ausnahme gibt es trotzdem:

In kleinen Buchten innerhalb des Hafengebietes, insbesondere im Bereich der Mole beziehungsweise Jetée, werden Hunde toleriert.

Collioure und Cerbère

An den normalen Stränden von Collioure und Cerbère sind Hunde nicht zugelassen.

Damit endet unsere Reise unmittelbar vor der spanischen Grenze eher streng.

Hundestrände Südfrankreich im Oktober: Wo wird es besonders interessant?

Wer im Oktober mit Hund nach Spanien fährt, hat gegenüber Sommerurlaubern bereits einen gewaltigen Vorteil.

Besonders interessant sind:

Sète: ab 1. Oktober fast alle Strände mit angeleintem Hund zugänglich.

Sainte-Maxime: mehrere zusätzliche Strände vom 1. Oktober bis 31. Mai.

Saint-Pierre-la-Mer: ab 1. Oktober bis 30. April.

La Palme: Sommersperre bereits seit 15. September beendet.

La Londe-les-Maures: keine sommerlichen Badezeiten mehr.

Orpellières: nach Ende September wieder mit angeleintem Hund zugänglich.

Port-la-Nouvelle: Vieille Nouvelle ohnehin vom 1. August bis 31. März freigegeben.

Dazu kommen die ganzjährigen Hundestrände beispielsweise in Menton, Nice, Saint-Laurent-du-Var, Hyères, La Ciotat und Sète.

Oktober ist für eine Südfrankreichreise mit Hund deshalb erheblich angenehmer als Juli oder August.

Hundestrände Südfrankreich im November: Noch einmal mehr Auswahl

Im November kommt die nächste Welle an Freigaben.

Besonders deutlich sieht man das in Cannes. Dort öffnen Midi, Zamenhof, Gazagnaire und Brigitte Bardot erst am 1. November für Hunde.

Auch in Le Pradet werden die normalen Strände ab 1. November bis Ende März wieder für angeleinte Hunde toleriert.

Bei La Croix-Valmer endet am 30. Oktober die Regel, nach der Hunde nur zwischen 20 und 7 Uhr an die Strände dürfen. Ab Ende Oktober dürfen angeleinte Hunde wieder ohne diese Uhrzeitbeschränkung mit.

Für Überwinterer, die erst im November Richtung Spanien starten, ist die französische Mittelmeerküste deshalb überraschend hundefreundlich.

Darf mein Hund an Naturstränden und in wilden Buchten baden?

Hier sollte man vorsichtig mit pauschalen Aussagen sein.

Ein Naturstrand ohne Strandbar, Liegestühle und Rettungsstation ist in Frankreich nicht automatisch ein ungeregelter Strand.

Gerade die einsamsten Küstenabschnitte liegen häufig in:

Naturschutzgebieten,
Natura-2000-Gebieten,
Vogelschutzgebieten oder
Dünenreservaten.

Dort können die Regeln sogar strenger sein als am Stadtstrand.

Die Orpellières und die Vieille Nouvelle sind dafür gute Beispiele. Die Einschränkungen richten sich dort teilweise nach den Brutzeiten der Vögel und nicht nach der touristischen Badesaison.

Deshalb gilt auch an einer menschenleeren Naturbucht:

Beschilderung am Zugang lesen.

Steht dort ein durchgestrichener Hund, hilft leider auch der Hinweis wenig, dass außer einem selbst seit einer Stunde niemand den Strand betreten hat.

Hund am Strand in Frankreich: Leinenpflicht beachten

Selbst an erlaubten Stränden bedeutet „chiens autorisés“ häufig nicht, dass der Hund frei laufen darf.

Die häufigste Regel lautet:

chien tenu en laisse = Hund an der Leine.

Nur an einigen ausdrücklich dafür vorgesehenen Hundestränden ist Freilauf gestattet.

Auch die Regeln für französische Hunde der Kategorien 1 und 2 können strenger sein. Wer mit einem entsprechend eingestuften Hund reist, sollte die französischen Vorschriften zusätzlich prüfen.

Mein Fazit: Mit Hund durch Südfrankreich nach Spanien

Wer im Hochsommer spontan mit seinem Hund an irgendeinen Stadtstrand der Côte d’Azur marschiert, wird ziemlich schnell Bekanntschaft mit Frankreichs Sammlung durchgestrichener Hundeschilder machen.

Wer seine Strecke dagegen ein wenig plant, hat erstaunlich viele Möglichkeiten.

Und für Überwinterer im Oktober und November sieht die Situation noch einmal wesentlich besser aus.

Im Oktober öffnen beispielsweise Sète, Sainte-Maxime und Saint-Pierre-la-Mer weitere Strände. Im November kommen unter anderem Cannes und zusätzliche Strände bei Le Pradet hinzu. Daneben gibt es von Menton bis Banyuls eine ganze Reihe ganzjähriger Hundestrände.

Wer über die Alpen kommt, kann bereits am Lac du Bourget eine Badepause einlegen. Rund um den Verdon und Lac de Sainte-Croix gibt es weitere Möglichkeiten. Anschließend zieht sich eine Kette geeigneter Badestellen über die gesamte Mittelmeerküste bis kurz vor Spanien.

Man muss sie nur kennen.

Und genau deshalb ist „In Frankreich sind Hunde am Strand verboten“ genauso falsch wie „Außerhalb der Saison dürfen Hunde überall hin“.

Die französische Wahrheit ist komplizierter:

Manchmal darf der Hund immer. Manchmal erst ab Oktober. Manchmal erst ab November. Manchmal nur morgens. Manchmal nur abends. Manchmal darf er an den Strand, aber nicht ins Wasser. Und manchmal bekommt er sogar seinen eigenen Strand samt Dusche.

Sehr französisch eigentlich. Selbst der Hund braucht einen kleinen Verwaltungsplan.


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