Bretziner Heide

Mit den Dackeln in der Bretziner Heide

Bretziner Heide mit Hund – Heideblüte bei Boizenburg

Heute waren wir wieder mit den Hunden los, Wetter sollte super werden, Hunde waren alle gesund und fit, also ging es kurz nach dem Frühstück bei strömenden Regen los.

Na super.

Wo war die Sonne?

Aber kaum waren wir da, zeigte sich auch die Sonne und die Heide leuchtete uns wunderschön in vollster Blüte entgegen.

Hier ist übrigens vom Heideausflug im letzten Jahr zu lesen

Atemberaubende Spaziergänge in der Heideblüte

Bisschen Quatsch muss auch mal sein 😃

Tatsächlich gehe ich jedes Jahr einmal irgendwo in einer Heide wandern, aber so einen Volltreffer bei der Blüte hatte ich noch nie.

Kein Filter drauf, wirklich so von den Farben

Nicht ein paar vereinzelte violette Büsche, bei denen man mit gutem Willen von Heideblüte sprechen kann, sondern große, kräftig blühende Flächen. Zwischendurch erwischte uns einmal ein Regenschauer. Danach kam die Sonne zurück, die Farben wirkten noch satter und die Tropfen saßen auf der Besenheide – für Fotos war das beinahe besser als ein vollkommen wolkenloser Tag.

Paul und Luca waren außerdem ausgesprochen artig, wie immer.

Fröhlich mit wackelnden Popo dackelten sie des Weges, selbst Luca weiß schon gut, dass er Wege nicht verlassen darf.

Mit den Fotos ist das nicht immer ganz so leicht. 😅 Wer schon einmal versucht hat, zwei Dackel gleichzeitig an einer bestimmten Stelle in eine bestimmte Richtung schauen zu lassen, weiß, dass das keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist. Diesmal machten beide wunderbar mit und ich konnte jede Menge Fotos aufnehmen, ohne nebenbei einen kleinen Aufstand der Kurzbeinigen verwalten zu müssen.

Schöne Fotos machen sich nicht immer leicht, vorallen wenn der Teenie sich freut, dass Frauchen auf Dackelhöhe runterkommt 😆

Die Bretziner Heide ist nicht groß und sie will auch gar keine zweite Lüneburger Heide sein. Gerade darin liegt ihr Reiz. Sie ist überschaubar, ruhig, landschaftlich abwechslungsreicher, als man auf den ersten Blick vermutet, und während der Heideblüte ein wunderbares Ziel für einen kurzen Ausflug mit Hund.

Wo liegt die Bretziner Heide?

Die Bretziner Heide liegt in Mecklenburg-Vorpommern im Landkreis Ludwigslust-Parchim, ungefähr acht Kilometer nordöstlich von Boizenburg/Elbe. Namensgeber ist die kleine Siedlung Bretzin, die zur Gemeinde Bengerstorf gehört. Wer aus Schleswig-Holstein oder aus dem westlichen Mecklenburg kommt, erreicht die Heide daher ohne eine halbe Tagesreise. Von Hamburg, Lübeck, Lauenburg, Ratzeburg oder Schwerin lässt sich der Besuch ebenfalls gut als Tagesausflug planen.

Das eigentliche Naturschutzgebiet umfasst rund 32 Hektar. In manchen Beschreibungen tauchen 31 Hektar auf, während das etwas weiter gefasste europäische Schutzgebiet mit etwa 34 Hektar angegeben wird. Die unterschiedlichen Zahlen sind also kein Beweis dafür, dass die Heide je nach Webseite heimlich wächst oder schrumpft, sondern beziehen sich auf leicht unterschiedliche Schutzgebietsgrenzen.

Trotz ihrer überschaubaren Größe ist die Bretziner Heide naturschutzfachlich etwas Besonderes. Sie zählt zu den letzten erhaltenen trockenen Zwergstrauchheiden in Westmecklenburg. Die offenen Heideflächen liegen auf einer Moränenhochfläche aus der Saale-Kaltzeit und werden von einem Birken-Stieleichenwald eingerahmt. Im Osten wird die Landschaft feuchter; dort geht der trockene Wald im Bereich des Möllerbachs teilweise in Erlen- und Birkenbestände über. Auf sehr kleiner Fläche wechseln sich dadurch offene Heide, sandige Wege, Wald und feuchtere Bereiche ab.

Paul😍 immer mit geschlossenen Augen, wenn es irgendwie geht

Unsere Wanderung mit Paul und Luca zur vollen Heideblüte

Der 22. August 2026 hätte für unseren Besuch kaum besser gewählt sein können. Schon beim Betreten der offenen Flächen war zu sehen, dass die Besenheide ihren Höhepunkt erreicht hatte. Die Blüten standen dicht, die Flächen leuchteten kräftig violett und dazwischen setzten einzelne Bäume und Gehölzgruppen sowie die hellen Sandwege schöne Kontraste.

Bei Sonne wirkt die Heide warm und fast spätsommerlich. Wenn für einen Moment eine Wolke davorzieht, verändert sich die ganze Stimmung, und nach unserem kurzen Regenschauer bekam die Landschaft noch einmal eine völlig andere Tiefe. Genau deshalb habe ich heute so viele Fotos gemacht. Die Bretziner Heide ist kein Ort mit einem einzigen großen Aussichtspunkt, an dem alle das gleiche Bild aufnehmen. Die Motive entstehen eher unterwegs: ein schmaler Weg zwischen den Blüten, ein alter Baum am Rand der offenen Fläche, zwei Dackelköpfe über dem Heidekraut oder die Sonne, die nach dem Regen wieder durch die Wolken kommt.

Für Paul und Luca war die Runde angenehm. Die Wege sind weder lang noch körperlich anspruchsvoll, bieten aber genügend unterschiedliche Gerüche und Untergründe, damit aus einem kurzen Spaziergang keine langweilige Pflichtveranstaltung wird. Beide waren entspannt, liefen artig mit und ließen mir tatsächlich die Ruhe zum Fotografieren. Das kommt bei zwei Dackeln beinahe einer offiziellen Drehgenehmigung gleich.

Wunderschöne Heideblüte

Wann blüht die Bretziner Heide?

Die Besenheide blüht in der Bretziner Heide vor allem im August. Einen auf den Tag genau festgelegten Blühbeginn gibt es natürlich nicht. Ein warmer oder sehr trockener Sommer kann die Entwicklung verändern, längere Regenperioden ebenfalls. Wer die Heide in kräftigem Violett erleben möchte, hat gewöhnlich von Mitte August bis in die ersten Septembertage hinein die besten Chancen.

Unser Besuch am 22. August 2026 zeigte jedenfalls eine ausgesprochen üppige Vollblüte. Ich hatte die Bretziner Heide schon vorher gesehen, aber noch nie in dieser Intensität. Wer für 2026 noch einen Besuch plant, sollte deshalb nicht allzu lange warten. Die einzelnen Blüten halten nicht ewig, und nach einigen heißen oder stürmischen Tagen kann sich der Eindruck schnell verändern.

Auch außerhalb der Blütezeit bleibt die Runde schön, dann steht allerdings stärker die ruhige Wald- und Kulturlandschaft im Vordergrund. Den großen farblichen Auftritt hat die Bretziner Heide eindeutig im Spätsommer.

Die Rundwege durch die Bretziner Heide

Durch das Schutzgebiet führen zwei ausgewiesene Wege. Der Heide-Rundweg ist nach dem offiziellen Managementplan etwa 2,6 Kilometer lang. Daneben gibt es einen ungefähr 1,1 Kilometer langen Hügelgräber-Rundweg. Wer nur einen kurzen Spaziergang machen möchte, kann sich auf die kleinere Runde konzentrieren. Wer die Heideflächen, die bronzezeitlichen Grabhügel und die Hutebuche in Ruhe ansehen und unterwegs fotografieren möchte, sollte mehr Zeit einplanen, als die reine Kilometerzahl vermuten lässt.

Die Wege sind überwiegend unbefestigt. Man läuft auf Wald-, Sand- und Naturwegen, das Gelände ist leicht bewegt, aber nicht schwierig. Es gibt keine nennenswerten Steigungen, die einen halbwegs mobilen Menschen oder einen gesunden kleinen Hund vor ernsthafte Probleme stellen. Eine alpine Ausrüstung wäre deutlich übertrieben; nach viel Regen sind feste Schuhe trotzdem angenehmer als empfindliche Stadtschuhe.

In der Nähe des kleinen Parkplatzes befinden sich Rastmöglichkeiten, außerdem gibt es im nördlichen Bereich der Heideflächen einen weiteren Rastplatz. Die Beschilderung weist auf die Rundwege, die Hügelgräber und die Hutebuche hin. Da das Gebiet klein ist, eignet es sich hervorragend für einen entspannten Spaziergang, für Familien und für Hunde, denen eine zehn oder fünfzehn Kilometer lange Wanderung zu viel wäre.

Wer zügig durchläuft, kann den Heide-Rundweg in weniger als einer Stunde schaffen. Das wäre während der Blüte allerdings fast ein bisschen schade. Mit zwei Hunden, Fotopausen und den kleinen Abstechern kann man problemlos anderthalb bis zwei Stunden dort verbringen, ohne eine gewaltige Strecke zurückgelegt zu haben.

Die Bretziner Heide mit Hund

Für einen Ausflug mit Hund ist die Bretziner Heide sehr angenehm, solange man sich darüber im Klaren ist, dass man sich in einem Naturschutzgebiet und nicht auf einer Freilauffläche befindet. Im Gebiet gilt ein Wegegebot. Die offenen Heideflächen dürfen nicht betreten werden, Pflanzen dürfen weder gepflückt noch beschädigt werden und auch die Grabhügel bleiben tabu. Für mich bedeutet das ganz selbstverständlich, dass Paul und Luca dort an der Leine bleiben.

Das ist nicht nur eine Frage der Vorschriften. In der Heide leben Zauneidechsen, und die offene Landschaft ist Lebensraum verschiedener Vögel. Ein Dackel muss gar nichts fangen, um dort Unruhe zu verursachen; es genügt schon, wenn er mit der ihm angeborenen wissenschaftlichen Gründlichkeit prüfen möchte, wer unter einem Heidebusch wohnt.

Je nach Zeitpunkt können auf den Flächen außerdem Schafe und Ziegen zur Landschaftspflege stehen. Nach dem Managementplan werden bei der Beweidung teilweise auch Herdenschutzhunde eingesetzt. Wenn Weidetiere im Gebiet sind, sollte man mit dem eigenen Hund besonders viel Abstand halten, ihn kurz führen und die Hinweise vor Ort beachten. Eine Begegnung zwischen einem aus beruflichen Gründen wachsamen Herdenschutzhund und einem Dackel, der grundsätzlich von seiner Zuständigkeit für die gesamte Welt ausgeht, braucht wirklich niemand.

Auf den offenen Heideflächen gibt es nur wenig Schatten, an den Waldrändern und auf den Waldabschnitten dagegen deutlich mehr. An warmen Tagen gehören deshalb Wasser für den Hund und eine kleine Trinkpause dazu. Mit einer Bademöglichkeit sollte man auf der Runde nicht rechnen. Nach dem Spaziergang lohnt sich außerdem das übliche Absuchen nach Zecken, besonders wenn der Hund an den Wegrändern durch Gras und niedrige Vegetation gelaufen ist.

Mein Eindruck ist: Für kleine bis mittelgroße Hunde, ältere Hunde und gemütliche Spaziergänger ist die Bretziner Heide sehr gut geeignet. Wer dagegen eine lange Wanderung oder Freilauf sucht, wird mit dem eigentlichen Rundweg allein nicht ausgelastet sein und sollte ihn mit einer weiteren Tour in der Umgebung verbinden.

13 Hügelgräber aus der Bronzezeit

Die Heideblüte ist die auffälligste Sehenswürdigkeit, aber keineswegs die einzige. Im Gebiet liegen 13 sichtbare Hügelgräber aus der Bronzezeit. Sie sind ungefähr 3.000 bis 3.500 Jahre alt und gehören damit zu einer Zeit, in der von den heutigen Dörfern und Straßen noch nichts zu sehen war. Der offizielle Managementplan geht davon aus, dass das Gelände wahrscheinlich auch als vorgeschichtliche Kultstätte eine Rolle spielte.

Wer monumentale Steinkammern erwartet, wird die Gräber möglicherweise zunächst übersehen. Sie zeigen sich als sanfte Erhebungen in der Landschaft. Gerade das macht sie interessant: Man läuft nicht durch eine museal abgesperrte Anlage, sondern durch einen Naturraum, der seit Jahrtausenden von Menschen genutzt und geprägt wurde.

Die Hügel selbst dürfen nicht betreten werden. Jeder Tritt fördert die Erosion und trägt ein winziges Stück von einem Bodendenkmal ab, das mehrere tausend Jahre überstanden hat. Die ausgewiesenen Wege führen nah genug heran, um die Grabhügel zu erkennen und sich einen Eindruck von ihrer Lage zu verschaffen.

Zu den Bretziner Bergen gehört außerdem eine alte Sage. Im 13. Jahrhundert soll dort eine Kirche errichtet werden. Das tagsüber herangeschaffte Baumaterial habe jedoch am folgenden Morgen immer wieder im benachbarten Zahrensdorf gelegen, sodass die Kirche schließlich dort gebaut worden sei. Solche Geschichten sind natürlich keine nüchternen Geschichtsquellen. Sie zeigen aber, dass der besondere Charakter dieses Ortes auch in späteren Jahrhunderten wahrgenommen wurde.

Die alte Hutebuche am Rand der Heide

Ein weiterer Abstecher führt zur alten Hutebuche am östlichen Rand des Gebietes. Sie steht als Naturdenkmal unter Schutz. Der Begriff „Hutebaum“ hat nichts mit einem modischen Kopfschmuck für Buchen zu tun. Er erinnert an eine frühere Form der Landnutzung, bei der Vieh in lichte Wälder oder auf gemeinschaftlich genutzte Weideflächen getrieben wurde.

Solche Bäume konnten sich freier entwickeln als Buchen in einem dicht geschlossenen Wirtschaftswald. Ihre Kronen wurden breit und mächtig, weil sie nicht ständig mit Nachbarbäumen um Licht konkurrieren mussten. Die Bretziner Hutebuche ist deshalb nicht nur ein eindrucksvoller alter Baum, sondern ein lebendes Zeugnis der Nutzungsgeschichte dieser Landschaft.

Wer den kurzen Rundweg nicht einfach nur ablaufen, sondern die Bretziner Heide wirklich kennenlernen möchte, sollte den ausgeschilderten Abstecher zur Hutebuche mitnehmen. Heidefläche, Hügelgräber und Hutebaum erzählen zusammen viel besser, warum dieses kleine Gebiet so schützenswert ist.

Warum die Bretziner Heide ohne Pflege verschwinden würde

Eine Heidelandschaft sieht auf den ersten Blick sehr natürlich und beinahe unberührt aus. Tatsächlich ist sie eine historische Kulturlandschaft. Ohne menschliche Nutzung und Pflege würde sich auf den meisten Flächen nach und nach wieder Wald entwickeln. Genau das geschah in der Bretziner Heide, als die traditionelle Nutzung Ende der 1960er-Jahre aufgegeben wurde. Birken, Eichen und Besenginster breiteten sich aus, die offenen Flächen verbuschten und die letzten Bestände der Besenheide gingen stark zurück.

Die Heide war zuvor über Jahrhunderte gemeinschaftlich beweidet worden. Zusätzlich trug man den Rohhumus unter den Heidepflanzen regelmäßig ab und nutzte ihn unter anderem als Einstreu oder Brennstoff. Dadurch wurden die Böden extrem nährstoffarm. Was für einen Gartenbesitzer nach einer mittleren Katastrophe klingt, ist für Besenheide und andere Spezialisten magerer Sandböden genau die Voraussetzung, um sich gegen kräftiger wachsende Pflanzen behaupten zu können.

Seit Ende der 1970er-Jahre wird deshalb gezielt gegengesteuert. Flächen wurden gemäht, Gehölze entfernt und mit Schafen beweidet. In den Jahren 1993 und 1994 wurden Teile der Heide maschinell abgeplaggt. Beim Plaggen wird die obere Vegetations- und Humusschicht entfernt, sodass wieder offene, nährstoffarme Rohbodenflächen entstehen. Anschließend wurde dort Saatgut der örtlichen Heide ausgebracht. Diese Maßnahmen waren erfolgreich: Auf den bearbeiteten Flächen konnte sich die Besenheide wieder ausbreiten.

Heute halten Schafe und einige Ziegen die Vegetation kurz. Der Förderverein Biosphäre Elbe MV und die Gemeinde Bengerstorf organisieren außerdem regelmäßige Pflegeeinsätze, bei denen Besenginster, junge Birken, Eichen und andere aufkommende Gehölze entfernt werden. Die violette Landschaft, die wir heute so begeistert fotografiert haben, ist deshalb kein Selbstläufer. Hinter ihr steckt erstaunlich viel kontinuierliche Arbeit.

Welche Pflanzen und Tiere leben in der Bretziner Heide?

Die auffälligste Pflanze ist während der Blüte natürlich die Besenheide. Daneben prägen Drahtschmiele und Besenginster Teile der Fläche. An Wegrändern und ehemaligen Kiesabbauflächen wachsen typische Arten trockener, sandiger Standorte, darunter Silbergras, Sand-Segge, Berg-Sandknöpfchen, Sand-Grasnelke und Kleines Habichtskraut. In anderen Bereichen finden sich moos- und flechtenreiche Zwergstrauchheiden.

Zu den bemerkenswerten Tierarten gehört die streng geschützte Zauneidechse. Gerade an sonnigen, sandigen Stellen findet sie passende Bedingungen. Wer eine entdeckt, sollte sich ruhig verhalten und sie aus Abstand beobachten. Der Managementplan nennt außerdem die Heidelerche als charakteristischen Brutvogel und führt ältere Beobachtungen unter anderem von Grünspecht, Wendehals und Wespenbussard auf.

Diese Artenvielfalt erklärt noch einmal, warum Besucher auf den Wegen bleiben sollten. Die Heide ist kein dekorativer Hintergrund, sondern ein empfindlicher Lebensraum. Dass man sie trotzdem auf zwei Rundwegen so gut erleben kann, ist ein schöner Kompromiss zwischen Naturgenuss und Schutz.

Parkplatz und Anfahrt zur Bretziner Heide

Für die Navigation eignet sich als Ziel „Parkplatz Naturschutzgebiet Bretziner Heide, 19258 Wiebendorf-Bretzin“. Der kleine Besucherparkplatz liegt im südlichen Bereich des Schutzgebietes an der Straße, die Beckendorf, Bretzin und Zahrensdorf miteinander verbindet. Nach den verfügbaren Besucherinformationen ist das Parken kostenlos. Am Parkplatz gibt es einen Rastplatz mit Unterstand.

Von Boizenburg/Elbe sind es ungefähr acht Kilometer bis zur Heide. Die letzten Kilometer führen über kleine Landstraßen durch eine sehr ländliche Gegend. Ein großes Besucherzentrum, Gastronomie oder touristischen Rummel sollte man nicht erwarten – und genau das passt zu diesem Ort. Wasser, einen kleinen Imbiss und alles, was die Hunde unterwegs brauchen, nimmt man am besten selbst mit.

Der Eintritt in das Naturschutzgebiet ist kostenlos. Geöffnet ist die Landschaft grundsätzlich ganzjährig, begehbar sind jedoch ausschließlich die vorhandenen Wege. Vor Ort sollte man immer auf aktuelle Hinweise achten, etwa wenn Pflegemaßnahmen stattfinden oder Flächen beweidet werden.

Lässt sich die Bretziner Heide mit Boizenburg verbinden?

Weil die Runde selbst nicht lang ist, lässt sich der Besuch sehr gut mit Boizenburg/Elbe verbinden. Die historische Altstadt ist für ihre Fachwerkhäuser und Fliesen bekannt, außerdem liegen die Elbe und die weite Flusslandschaft des Biosphärenreservates ganz in der Nähe. So wird aus einem kurzen Heidespaziergang ohne große Fahrerei ein abwechslungsreicher Tagesausflug.

Wer lieber noch mehr Natur möchte, findet in der Region weitere Spazier- und Radwege zwischen Boize, Schaale und Elbe. Auch die Seenlandschaften in Richtung Schaalsee und Ratzeburg sind nicht weit entfernt. Die Bretziner Heide ist deshalb ein gutes kleines Ziel für sich, aber ebenso ein schöner Baustein für einen ganzen Tag im westlichen Mecklenburg.

Ist die Bretziner Heide einen Ausflug wert?

Ja – besonders während der Heideblüte. Man sollte nur mit der richtigen Erwartung hinfahren. Die Bretziner Heide ist kein riesiges Wandergebiet und kein Ort für ein ganztägiges Trekkingabenteuer. Sie ist ein kleines, sehr wertvolles Naturschutzgebiet mit kurzen Wegen, ungewöhnlich viel Geschichte und einer wunderschönen Blüte im August.

Gerade die überschaubare Größe hat uns heute gefallen. Wir mussten keine Kilometer sammeln, sondern konnten langsam gehen, Paul und Luca schnüffeln lassen, das wechselnde Licht beobachten und immer wieder fotografieren. Der kurze Regenschauer störte am Ende kaum. Im Gegenteil: Danach wirkte die Heide noch farbiger und die Sonne umso schöner.

So prächtig blühend hatte ich die Bretziner Heide wirklich noch nie gesehen. Wenn zwei ausgesprochen brave Dackel, violette Heide, Sonnenschein und eine nahezu volle Speicherkarte als Maßstab gelten, war unser Ausflug ein voller Erfolg.

Häufige Fragen zur Bretziner Heide

Wo liegt die Bretziner Heide?

Die Bretziner Heide liegt etwa acht Kilometer nordöstlich von Boizenburg/Elbe bei der Siedlung Bretzin in der Gemeinde Bengerstorf im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Wann blüht die Heide bei Boizenburg?

Die Besenheide blüht hauptsächlich im August und kann je nach Wetter bis Anfang September kräftig gefärbt sein. Am 22. August 2026 erlebten wir die Fläche in ausgesprochen üppiger Vollblüte.

Wie lang ist der Rundweg durch die Bretziner Heide?

Der ausgewiesene Heide-Rundweg ist etwa 2,6 Kilometer lang. Zusätzlich gibt es einen ungefähr 1,1 Kilometer langen Hügelgräber-Rundweg.

Darf man die Bretziner Heide mit Hund besuchen?

Ja, Hunde können auf den ausgewiesenen Wegen mitgenommen werden. Wegen des Wegegebots, der Wildtiere und einer möglichen Schafbeweidung sollten sie an der Leine geführt werden.

Gibt es einen Parkplatz an der Bretziner Heide?

Ja. Im südlichen Bereich befindet sich ein kleiner kostenloser Besucherparkplatz mit Rastmöglichkeit und Unterstand. Als Navigationsziel eignet sich „Parkplatz Naturschutzgebiet Bretziner Heide, 19258 Wiebendorf-Bretzin“.

Was gibt es außer der Heideblüte zu sehen?

Im Gebiet liegen 13 sichtbare Hügelgräber aus der Bronzezeit. Außerdem führt ein ausgeschilderter Abstecher zu einer alten, als Naturdenkmal geschützten Hutebuche.

Kostet der Besuch Eintritt?

Nein, das Naturschutzgebiet kann kostenlos auf den ausgewiesenen Wegen besucht werden.

Quellen und weiterführende Informationen

Managementplan für das Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung DE 2530-301 „Bretziner Heide“: https://sb0b7aab66ab9a5dc.jimcontent.com/download/version/1533546788/module/16194564596/name/MaP_Bretziner%2BHeide.pdf

Förderverein Biosphäre Elbe MV – Landschaftspflege Bretziner Heide: https://www.biosphaere-elbe.de/projekte/biotopschutz/landschaftspflege-bretziner-heide/

Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern – Wanderungen und Veranstaltungen: https://www.elbetal-mv.de/erleben-erholen/tourismus/gefuehrte-wanderungen-und-exkursionen

Archäologische Gesellschaft für Mecklenburg und Vorpommern – Hügelgräber-Route: https://ag-mv.de/huegelgraeber-route-von-boizenburg-nach-brahlstorf/


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