
Ich nehme die Planung für Spanien wieder auf
Paul ist seit einer Woche wieder richtig gesund und zwar so gesund, wie ich ihn seit Monaten nicht mehr erlebt habe. Gestern hab ich euch noch mal einen Überblick erstellt, was eigentlich genau war.
Erst wollte ich gar nicht nach Spanien reisen, hab gedacht ich bleib zu Hause. Wenn man nicht weiß, was der Hund hatte, ist es vielleicht klüger, nicht zu fahren. Aber dann dachte ich mir, dass es wirklich so gar keinen Anlass gibt, an der Reise zu zweifeln. Da ich nicht vorher buche, kann ich jederzeit umdrehen und zurück, in Spanien gibt es auch Tierärzte und ich kann alle Medikamente mitnehmen. Selbst wenn ich in Andalusien bin, kann ich innerhalb von 4 oder 5 Tagen, zur Not auch noch flotter, zu Hause sein.
Ich werde also in etwa 10 oder 14 Tagen losfahren und den ganzen September für die Anfahrt nutzen. Der aktuelle Plan ist intensiv durchdacht, viele Male geändert, aber so bleibt es jetzt:
( alle Bilder sind KI generiert, da ich natürlich noch keine echten Bilder habe)

Mit dem Auto von Hamburg bis Cabo de Gata – unsere Reise durch Frankreich und Spanien
Es gibt zwei Möglichkeiten, von Hamburg bis ganz in den Süden Spaniens zu fahren. Man kann die schnellste Route ins Navi eingeben, sich für ungefähr 2.500 Kilometer von Autobahnraststätte zu Autobahnraststätte hangeln und irgendwann ziemlich zerknittert am Mittelmeer aus dem Auto fallen.
Oder man erklärt bereits die Anreise zum Urlaub.
Genau das habe ich vor.
Mein eigentliches Ziel ist Cabo de Gata in Andalusien, genauer gesagt die Gegend um Los Escullos. Aber ich werde nicht auf direktem Weg dorthin fahren. Die Reise soll sich über mehrere Wochen ziehen und durch einige der Landschaften führen, die ich in Frankreich und Spanien besonders spannend finde. Viel Natur, Berge, Wasser, wilde Küsten und möglichst wenig klassisches touristisches Pflichtprogramm.
Ich reise außerdem natürlich mit meinen Hunden. Damit verändert sich die Planung ohnehin. Eine Altstadt kann wunderschön sein, aber nach drei Stunden Kopfsteinpflaster sind wir uns meistens alle einig, dass ein Weg am Wasser die bessere Erfindung der Menschheit war.
Von Hamburg Richtung Süden – aber bitte nicht zwölf Stunden am Stück
Von Hamburg bis in die französischen Alpen durchzufahren, kommt für mich nicht infrage. Zwölf oder dreizehn Stunden Autofahrt am Stück sind weder meine Vorstellung von Urlaub noch besonders nett für die Hunde.
Deshalb wird schon die erste Etappe geteilt.
Voraussichtlich fahre ich zunächst Richtung Mainz beziehungsweise ins Mittelrheintal und wechsle dort auf die französische Rheinseite. Genau dieser Abschnitt gefällt mir als Alternative zur reinen Autobahnfahrt besonders gut.
Der Rhein wird damit nicht einfach nur ein Hindernis, das irgendwo überquert werden muss, sondern der erste Teil der Reise.
Am Rhein entlang Richtung Frankreich
Rund um Mainz beginnt eine Landschaft, für die man eigentlich schon einen eigenen kleinen Urlaub gebrauchen könnte. Besonders interessant wird es südlich davon mit Rheinauen, Altrheinarmen und Naturschutzgebieten.
Wenn Wetter, Zeit und Lust mitspielen, möchte ich deshalb unterwegs immer wieder kleine Stopps einlegen.
Interessant finde ich beispielsweise die Rheinauen und Altrheinarme. Dort kann man mit den Hunden laufen, ans Wasser kommen und sich nach einigen Stunden im Auto vernünftig die Beine vertreten. Genau solche Pausen suche ich. Ich brauche unterwegs kein Einkaufszentrum und auch keine Raststätte mit 48 Sorten belegter Brötchen. Gebt mir einen Fluss und einen Weg daneben, dann bin ich zufrieden.
Weiter südlich wird auch die Gegend um Straßburg interessant. Ob ich tatsächlich in die Stadt fahre, entscheide ich spontan. Straßburg ist wunderschön, aber auf dieser Reise interessieren mich Natur und Landschaft stärker als Städte.
Spannender finde ich die Möglichkeit, immer wieder an den Rhein zurückzukehren und beispielsweise Abschnitte am Grand Canal d’Alsace, an den Rheininseln und in den Auenwäldern mitzunehmen.
Auch die Gegend um Breisach und Neuf-Brisach wäre ein möglicher Zwischenstopp. Hier liegen Deutschland und Frankreich praktisch nebeneinander, der Rhein prägt die Landschaft und man kann einen Fahrtag wunderbar für ein oder zwei Stunden unterbrechen.
Die genaue erste Übernachtung möchte ich deshalb gar nicht in Beton gießen. Sie soll davon abhängen, wie weit ich komme, wie das Wetter ist und wo wir gerade keine Lust mehr auf Auto haben.
Urlaub beginnt für mich schließlich nicht erst dort, wo Booking.com behauptet, dass er beginnt.
Das Elsass – ein bisschen Fachwerk darf dann doch sein
Wenn ich schon auf der französischen Rheinseite Richtung Süden fahre, liegt allerdings noch etwas anderes ziemlich verführerisch am Weg: das Elsass mit seinen kleinen Weinorten.
Eigentlich ist diese Reise sehr eindeutig auf Natur, Wasser und Landschaft ausgerichtet. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die morgens um acht mit einem Stadtplan bewaffnet vor der ersten Kirche stehen. Aber beim Elsass könnte selbst ich schwach werden.
Denn hier liegen einige Orte, die aussehen, als hätte jemand beschlossen, beim Thema Fachwerk ein wenig zu übertreiben.
Einer der bekanntesten ist natürlich Colmar. Besonders das Viertel Petite Venise, Klein-Venedig, mit seinen alten Häusern entlang der Lauch ist wahrscheinlich der Teil der Stadt, den ich mir anschauen würde. Dazu kommen die historische Altstadt, kleine Gassen und unglaublich viele gut erhaltene Fachwerkhäuser. Ob daraus ein längerer Aufenthalt wird, glaube ich eher nicht. Aber für einen Spaziergang und anschließend wieder hinaus ins Grüne könnte Colmar durchaus auf meiner Strecke landen.

Noch interessanter finde ich allerdings die kleineren Orte entlang der Elsässer Weinstraße.
Eguisheim liegt nur wenige Kilometer von Colmar entfernt und besteht aus einem fast kreisförmig angelegten historischen Ortskern mit schmalen Gassen, bunten Fachwerkhäusern und Blumen an beinahe jeder verfügbaren Hauswand. Das ist wahrscheinlich einer dieser Orte, bei denen man nach einer halben Stunde ungefähr 83 Fotos von Haustüren besitzt.
Ähnlich weit oben auf meiner Liste steht Kaysersberg. Fachwerk gibt es natürlich auch dort reichlich, aber der Ort liegt zusätzlich wunderschön zwischen Weinbergen und Bergen. Über dem Ort stehen die Reste einer Burg, und genau diese Verbindung aus kleinem historischem Ort und Landschaft macht Kaysersberg für mich interessanter als eine reine Stadtbesichtigung.
Dann wäre da noch Riquewihr, ebenfalls mitten in den Weinbergen. Der historische Ortskern ist außergewöhnlich gut erhalten und gehört zu den bekanntesten Postkartenmotiven des Elsass. Entsprechend dürfte es dort allerdings auch etwas touristischer werden. Wenn es gerade völlig überlaufen ist, werde ich vermutlich keinen verzweifelten Kampf um einen Parkplatz beginnen. Hübsche Häuser hin oder her, meine Urlaubsbereitschaft endet ungefähr dort, wo die Parkplatzsuche länger dauert als der Spaziergang.
Ribeauvillé wäre deshalb ebenfalls ein Kandidat. Der Ort liegt am Fuß der Vogesen zwischen Weinbergen, und oberhalb thronen gleich mehrere Burgruinen. Hier könnte man einen Ortsbesuch viel besser mit einem Spaziergang oder einer kleinen Wanderung verbinden.
Und wenn ich schon in dieser Ecke unterwegs bin, gibt es noch Turckheim, westlich von Colmar. Etwas kleiner, ebenfalls sehr hübsch und möglicherweise genau richtig für einen kurzen Zwischenstopp, ohne daraus gleich einen kompletten Besichtigungstag zu machen.
Ich werde ganz sicher nicht versuchen, Colmar, Eguisheim, Kaysersberg, Riquewihr, Ribeauvillé und Turckheim nacheinander abzuarbeiten. Dann bräuchte ich anschließend Urlaub vom Urlaub und die Hunde würden wahrscheinlich beim Anblick des nächsten Fachwerkhauses geschlossen die Weiterfahrt verlangen.
Aber ein oder zwei dieser Orte möchte ich mir ansehen, wenn sie sich an diesem Tag gut in die Strecke einbauen lassen.
Das ist ohnehin der Vorteil meiner Route auf der französischen Rheinseite: Ich kann zwischen Rheinauen, Weinbergen, kleinen elsässischen Orten und den ersten Ausläufern der Vogesen wählen. Wenn das Wetter schön ist, wird gelaufen. Wenn es regnet oder wir ohnehin gerade eine Pause brauchen, wird eben ein Fachwerkort besichtigt.
Und vielleicht stelle ich hinterher fest, dass mir das Elsass so gut gefällt, dass ich länger bleibe.
Oder ich habe nach zwei Stunden genug Fachwerk für die nächsten fünf Jahre gesehen und fahre weiter Richtung Alpen.
Beides wäre völlig in Ordnung.
Das erste große Ziel: die französischen Alpen
Danach geht es weiter Richtung Savoyen und Annecy.
Allerdings werde ich nicht direkt in Annecy wohnen.
In Annecy treffe ich mich mit meiner Schwester. Von dort fahren wir gemeinsam weiter hinauf in die Berge nach Le Grand-Bornand.
Und genau da möchte ich eigentlich hin.
Le Grand-Bornand liegt im Massif des Aravis und ist für mich viel interessanter als ein längerer Stadtaufenthalt in Annecy. Rundherum liegen Almen, Bergwege, kleine Bäche und diese gewaltige Alpenkulisse, wegen der man irgendwann einfach stehen bleibt und guckt.
Annecy selbst gehört natürlich trotzdem dazu. Der Lac d’Annecy mit seinem fast unwirklich klaren Wasser vor den Bergen ist schon ziemlich schwer zu ignorieren.
Aber meine Basis wird oben in den Bergen sein.
Von dort können wir Ausflüge machen, wandern und bei schönem Wetter natürlich auch zum See herunterfahren. Gerade diese Kombination gefällt mir: morgens Berge, später Wasser und abends wieder hoch in die ruhigere Bergwelt.

Von den Alpen in die Provence – Sainte-Croix-du-Verdon
Nach den Alpen geht es weiter Richtung Süden und damit in eine völlig andere Landschaft.
Mein nächster größerer Stopp ist Sainte-Croix-du-Verdon am Lac de Sainte-Croix.
Der See allein wäre schon Grund genug. Türkisfarbenes Wasser, helle Felsen und ringsherum Berge.

Aber gleich daneben beginnt die Verdonschlucht, die zu den spektakulärsten Schluchten Europas gehört.
Hier möchte ich laufen, ans Wasser und einfach Zeit draußen verbringen. Ich plane bewusst keine kilometerlange Liste von Sehenswürdigkeiten. Wenn eine Landschaft so aussieht, muss ich nicht zusätzlich noch sieben Programmpunkte abhaken.
Eine Nacht ist momentan vorgesehen. Ob es dabei bleibt, wird sich zeigen. Reisepläne haben bei mir ohnehin eher den Charakter einer freundlichen Absichtserklärung.

Weiter an die Côte d’Azur nach Ramatuelle
Danach geht es Richtung Mittelmeer nach Ramatuelle.
Ramatuelle liegt oberhalb der Küste auf der Halbinsel von Saint-Tropez. Mich interessiert allerdings weniger das berühmte Saint-Tropez mit seinen Yachten als die Landschaft drumherum.
Die Küste mit ihren Buchten, Felsen und Küstenwegen ist der eigentliche Grund für diesen Stopp. Hier möchte ich mehrere Tage bleiben.
Drei Nächte sind momentan geplant.
Das reicht, um nicht jeden Morgen schon wieder den Kofferraum nach dem Prinzip „Wo ist eigentlich die Hundeleine?“ neu zu sortieren.
Danach nach Spanien – aber der erste Standort ist noch offen
Nach Ramatuelle führt die Reise weiter an der Mittelmeerküste entlang nach Spanien.
Und hier steht ein Punkt noch nicht endgültig fest.
Die Region um Roses und die Costa Brava ist gesetzt, aber wo genau ich übernachte, entscheide ich noch. Roses selbst ist eine Möglichkeit, genauso interessieren mich kleinere Orte und ruhigere Standorte in der Umgebung, unter anderem Cadaqués beziehungsweise die Gegend um Cap de Creus.

Entscheidend ist für mich nicht der Ortsname auf der Hotelrechnung. Ich möchte an diese wilde nordspanische Küste.
Gerade Cap de Creus mit seinen vom Wind geformten Felsen, kleinen Buchten und Wanderwegen wäre genau das, was ich suche.
Es wird hier vermutlich nur eine Zwischenübernachtung beziehungsweise einen kurzen Aufenthalt geben. Aber wenn man ohnehin vorbeifährt, wäre es ziemlich schade, die Costa Brava ausschließlich aus dem Autofenster kennenzulernen.

Dann wird es ruhiger: zwölf Tage mitten in der Serra d’Irta
Der längste Aufenthalt der Reise folgt weiter südlich.
Und nein, ich schlafe nicht in Alcossebre oder Peniscola .
Ich wohne direkt im Naturpark Serra d’Irta, der Wald zwischen den beiden Orten
Darauf freue ich mich besonders, da da war ich letztes Jahr schon.
Die Serra d’Irta gehört zu den erstaunlich ursprünglichen Küstenabschnitten der Region Valencia. Berge treffen unmittelbar auf das Mittelmeer, dazwischen liegen Buchten, felsige Strände und kilometerlange Wege.
Und dort möchte ich für ungefähr zwölf Tage schlicht einmal bleiben.
Nach den vielen Etappen vorher ist das der Punkt, an dem das Auto öfter stehen darf.
Morgens mit den Hunden loslaufen, ans Meer, zurück, lesen, essen, wieder loslaufen. Kein Tagesprogramm. Kein „Heute müssen wir noch …“.
Genau dafür fahre ich so weit.
Von hier aus lassen sich natürlich trotzdem Ausflüge unternehmen. Einer der interessantesten Kandidaten ist Montanejos im Hinterland von Castellón.
Dort schneidet sich der Río Mijares durch eine gewaltige Felslandschaft. Die Fuente de los Baños mit ihrem ungewöhnlich warmen Wasser und die Schluchten rund um Montanejos sehen so spektakulär aus, dass ich diesen Ausflug inzwischen ziemlich weit oben auf meiner Liste habe.
Von der Küste ins rote Spanien: Teruel
Nach fast zwei Wochen am Meer verlasse ich die Küste und fahre ins Landesinnere nach Teruel.
Und dieser Stopp ist inzwischen keineswegs mehr nur eine praktische Zwischenstation.
Denn wenige Kilometer südlich der Stadt liegt die Rambla de Barrachina.
Rote und orangefarbene Erosionslandschaften, bizarre Schluchten und trockene Felsformationen haben der Gegend den etwas vollmundigen Spitznamen „Colorado von Aragón“ eingebracht.

Natürlich ist es nicht der Grand Canyon.
Muss es aber auch gar nicht sein.
Diese Landschaft unterscheidet sich derart von allem, was vorher auf der Reise kommt, dass ich sie unbedingt sehen möchte. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Bei starken Regenfällen haben Ramblas nämlich eine unangenehme Eigenschaft: Sie erinnern sich plötzlich daran, dass sie eigentlich Wasserläufe sind.
Für Teruel habe ich drei Nächte eingeplant.
Damit bleibt noch Zeit für einen zweiten Ausflug, und der könnte Richtung Albarracín und Pinares del Rodeno führen.
Dort verändert sich die Landschaft schon wieder vollständig. Roter Sandstein liegt zwischen Kiefernwäldern, riesige Felsblöcke bilden bizarre Formationen und dazwischen verlaufen Wanderwege.
Meer, Alpen, Verdonschlucht, Mittelmeerküste, rote Wüste und Kiefernwald: Genau diese Wechsel sind eigentlich das Thema meiner ganzen Reise.
Und irgendwann taucht tatsächlich Andalusien auf
Von Teruel geht es schließlich weiter nach Süden.
Je nach Route könnte ich unterwegs noch die Wüste von Tabernas mitnehmen.
Tabernas gilt als eine der außergewöhnlichsten Trockenlandschaften Europas. Tiefe Erosionsrinnen, kahle Bergrücken und nahezu vegetationslose Flächen sehen teilweise tatsächlich aus, als hätte jemand ein Stück amerikanischen Westen in die Provinz Almería verpflanzt.
Dass dort zahlreiche Western gedreht wurden, überrascht entsprechend wenig.
Ich muss allerdings nicht jede spektakuläre Landschaft einsammeln wie Bonuspunkte. Wenn wir nach den vorherigen Wochen einfach ans Meer wollen, darf Tabernas auch links liegen bleiben.
Denn das eigentliche Ziel wartet noch.
Cabo de Gata und Los Escullos – hier wollte ich hin
Am Ende der Reise erreiche ich Los Escullos im Naturpark Cabo de Gata-Níjar.
Und dort darf die Reise langsam auslaufen.
Cabo de Gata ist für mich eine dieser Landschaften, bei denen vieles zusammenkommt, was ich mag: Berge unmittelbar am Meer, Vulkanlandschaften, einsame Buchten, trockene Weite und Küstenwege.
Keine glattgebügelte Ferienkulisse, sondern eine Landschaft mit Ecken, Kanten und ziemlich viel Charakter.
Von Los Escullos aus liegen Orte und Landschaften wie La Isleta del Moro, Rodalquilar, Playa de los Genoveses, Monsul und San José in Reichweite.
Aber auch hier gilt: Ich fahre nicht zweieinhalbtausend Kilometer, um anschließend jeden Tag einen Stundenplan abzuarbeiten.
Manchmal reicht es vollkommen, morgens mit den Hunden loszugehen und noch nicht zu wissen, an welcher Bucht man zwei Stunden später sitzt.
Eigentlich ist Cabo de Gata gar nicht das einzige Ziel
Je länger ich diese Reise plane, desto deutlicher wird mir, dass es gar keine klassische Fahrt nach Cabo de Gata mehr ist.
Cabo de Gata ist nur der südlichste Punkt.
Der Urlaub beginnt irgendwo zwischen Hamburg und dem Rhein.
Dann kommen die französischen Alpen, Le Grand-Bornand und Annecy. Danach die Verdonschlucht, die Côte d’Azur und die Costa Brava. Es folgen fast zwei Wochen in der wilden Serra d’Irta, die roten Landschaften von Teruel und schließlich Andalusien.
Und vieles davon steht bewusst noch nicht auf die Stunde genau fest.
Ich weiß ungefähr, wo ich hinwill. Ich weiß, welche Landschaften ich sehen möchte. Und ich weiß, dass ich zwischendurch genug Zeit haben will, um einen Plan über den Haufen zu werfen, wenn es irgendwo gerade besonders schön ist.
Für mich ist das vermutlich die angenehmste Form einer Rundreise:
Nicht möglichst schnell möglichst weit kommen. Sondern weit fahren und trotzdem unterwegs sein.

Der komplette Andalusien Guide
Mit den Hunden Richtung Andalusien






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