Urlaub in Röbel mit Hund

Überarbeitet 02.09.2026

Röbel mit Hund

Röbel ist für mich einer der schönsten Orte an der Mecklenburgischen Seenplatte. Mit Hund kann man dort wunderbar an den Seen Radfahren, Spazieren gehen und Baden und der kleine Ort mit seinen Hafen ist wirklich super süß

Röbel am Hafen, sehr gemütlich

Röbel an der Mecklenburgischen Seenplatte – bunte Altstadt, Seenlandschaft und Radtouren mit Hund

Röbel gehört zu den Orten an der Mecklenburgischen Seenplatte, die sofort eine besondere Stimmung ausstrahlen. Schon beim ersten Spaziergang durch die Altstadt merkt man, dass dieser Ort anders wirkt als viele andere Städte in der Region. Die Häuser sind bunt, liebevoll restauriert und stehen dicht an dicht entlang der kleinen Straßen.

Man hat fast das Gefühl, jemand hätte diese Häuser bewusst so zusammengestellt wie in einem Gemälde. Viele Fassaden sind in warmen Farben gestrichen, manche wirken fast wie von Hand gemalt. Beim Schlendern durch die Gassen passiert es ständig, dass man stehen bleibt, weil das nächste Haus wieder so fotogen aussieht, dass man es am liebsten sofort fotografieren möchte.

Röbel liegt direkt an der Müritz, dem größten Binnensee Deutschlands. Diese Lage zwischen historischer Altstadt und riesiger Seenlandschaft macht den Ort zu einem idealen Ausgangspunkt für Spaziergänge, Fahrradtouren und Ausflüge mit Hund.

Spaziergänge mit Hund durch die Altstadt von Röbel

Die Altstadt von Röbel lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Kleine Straßen, ruhige Plätze und viele alte Häuser sorgen dafür, dass ein Spaziergang hier fast automatisch entschleunigt.

Gerade mit Hund ist das angenehm, weil der Ort nicht hektisch wirkt. Man kann langsam durch die Gassen laufen, hier und da stehen bleiben und einfach die Atmosphäre genießen.

Besonders schön ist der Weg Richtung Hafen, der unterhalb der Altstadt liegt. Von hier aus öffnet sich plötzlich der Blick über die große Wasserfläche der Müritz.

Viele Besucher setzen sich hier auf eine Bank oder in eines der kleinen Cafés. Der Blick über das Wasser, die Segelboote im Hafen und die ruhige Stimmung machen diesen Bereich zu einem der schönsten Plätze im Ort.

Am Hafen von Röbel

Die Müritz – das Herz der Seenplatte

Röbel liegt direkt am Westufer der Müritz. Der See ist mit über 110 Quadratkilometern der größte Binnensee Deutschlands und bildet das Zentrum der gesamten Mecklenburgischen Seenplatte.

Für Urlaub mit Hund ist diese Region besonders attraktiv, weil es rund um den See viele Wege entlang des Wassers gibt. Uferpromenaden, kleine Naturstrände und ruhige Waldwege wechseln sich ständig ab.

Gerade morgens oder am Abend sind Spaziergänge entlang der Müritz besonders schön. Dann liegt oft eine ruhige Stimmung über dem Wasser, und man hört nur den Wind und die Vögel.

Der Campingplatz Pappelbucht, total schön

Ausflüge in Röbel – Radtouren rund um die Seen

Eine der schönsten Arten, die Gegend rund um Röbel zu entdecken, sind Radtouren entlang der Seen. Die Mecklenburgische Seenplatte verfügt über ein sehr gut ausgebautes Netz an Radwegen.

Besonders bekannt ist der Müritz-Rundweg, eine Strecke, die einmal um den gesamten See führt. Von Röbel aus kann man in beide Richtungen starten und kommt unterwegs durch mehrere Orte.

Typische Stationen dieser Tour sind zum Beispiel:

Waren (Müritz), die größte Stadt an der Müritz Klink, mit seinem auffälligen Schloss direkt am See Rechlin, ein kleiner Ort mit viel Natur rund um den südlichen Teil der Müritz Ludorf, ein historisches Dorf mit alten Gutshäusern und einer beeindruckenden Feldsteinkirche

Die Wege verlaufen oft direkt am Wasser oder durch Wälder und Wiesen. Für viele Besucher gehört eine Fahrradtour entlang der Müritz zu den schönsten Erlebnissen der Region.

Wer mit Hund reist, kann viele dieser Strecken auch gut als Spaziergänge nutzen. Besonders die ruhigeren Abschnitte entlang des Sees eignen sich perfekt für längere Runden.

Weitere Seen in der Umgebung von Röbel

Neben der Müritz gibt es rund um Röbel noch viele weitere Gewässer, die zur Mecklenburgischen Seenplatte gehören.

Dazu zählen unter anderem:

der Kölpinsee der Fleesensee der Plauer See

Diese Seen liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt und sind teilweise durch Kanäle miteinander verbunden. Dadurch entstand über Jahrtausende eine einzigartige Wasserlandschaft mit hunderten Seen.

Für Besucher bedeutet das vor allem eines: unglaublich viel Natur und viele Möglichkeiten für Ausflüge.

Natur und Landschaft der Seenplatte um Röbel

Die Landschaft rund um Röbel entstand während der letzten Eiszeit. Große Gletscher formten damals die Region und hinterließen zahlreiche Senken, die sich später mit Wasser füllten.

So entstand die heutige Seenplatte mit ihren vielen Seen, Wäldern und Wiesen. Ein großer Teil dieser Landschaft steht heute unter Schutz.

Besonders bekannt ist der Müritz-Nationalpark, der sich nordöstlich von Röbel befindet. Dort leben seltene Vogelarten, darunter Seeadler und Kraniche.

Für Naturfreunde und Hundebesitzer ist diese Gegend ein echtes Paradies. Viele Wege führen durch Wälder, entlang von Seen oder durch offene Landschaften.

Röbel als Ausgangspunkt für Urlaub mit Hund an der Mecklenburgischen Seenplatte

Röbel eignet sich hervorragend als Basis für einen Urlaub mit Hund. Der Ort verbindet mehrere Dinge, die für solche Reisen ideal sind.

Die Altstadt lädt zu entspannten Spaziergängen ein, der Hafen bietet schöne Ausblicke über die Müritz, und rund um die Stadt beginnen sofort Rad- und Wanderwege durch die Seenlandschaft.

Auch die vielen kleinen Orte rund um die Müritz sorgen dafür, dass man jeden Tag neue Strecken entdecken kann.

Warum Röbel so besonders wirkt

Röbel ist kein lauter Ferienort und auch kein Ort mit großen Hotelanlagen. Stattdessen lebt die Stadt von ihrem Charme, den bunten Häusern der Altstadt und der Nähe zur Natur.

Die Kombination aus historischer Architektur, riesiger Seenlandschaft und vielen Möglichkeiten für Spaziergänge macht den Ort zu einem sehr angenehmen Reiseziel.

Wer mit Hund unterwegs ist, findet hier eine Region, in der man stundenlang draußen unterwegs sein kann. Zwischen Altstadt, Seeufer und den vielen Wegen rund um die Müritz entsteht ein Urlaub, der vor allem eines bietet: Ruhe, Wasser und unglaublich viel Landschaft.

Stadthafen Röbel – der schönste Platz direkt an der Müritz

Wenn es einen Ort gibt, an dem Röbel so richtig nach Müritz aussieht, dann ist es für mich der Stadthafen Röbel. Die kleine Altstadt ist hübsch, die Windmühle gehört unbedingt dazu, aber unten am Wasser bekommt die Stadt noch einmal einen ganz anderen Charakter. Hier öffnet sich der Blick über die Müritz, Segelboote und Motorboote liegen an den Stegen, Fahrgastschiffe kommen und gehen und direkt am Wasser zieht sich die lange Uferpromenade entlang.

Der Hafen Röbel ist dabei kein riesiger, mondäner Yachthafen, und genau das hat mir gefallen. Alles ist überschaubar und wirkt angenehm entspannt. Man kann einfach am Wasser entlanglaufen, auf einer Bank sitzen bleiben und den Booten zuschauen oder von hier aus weiter an der Müritz entlangspazieren. Gerade mit Paul war das für mich natürlich ideal, weil wir keinen festen Plan brauchten, sondern einfach der Promenade folgen konnten.

Stop am süßen Hafen von Röbel. Dackel Paul genießt den Ausflug

Hafen Röbel und Müritzpromenade gehören zusammen

Eigentlich sollte man den Stadthafen gar nicht isoliert betrachten, denn sein besonderer Reiz entsteht durch die Verbindung mit der Müritzpromenade. Röbel besitzt eine erstaunlich lange Uferpromenade, die den Stadthafen mit weiteren Anlegestellen und der Marina verbindet. Dazwischen tauchen immer wieder alte Bootshäuser auf, teilweise noch mit Schilfdächern, und genau diese Mischung aus alten Gebäuden, kleinen Booten, modernen Stegen und weitem Wasser gibt Röbel sein ausgesprochen maritimes Gesicht. Selbst die Stadt beschreibt gerade diese alten Bootshäuser zusammen mit Segler- und Stadthafen als prägend für das Stadtbild am Wasser. (Erholungsort Röbel/Müritz)

Am Stadthafen Röbel befinden sich außerdem die Anleger der Fahrgastschiffe. Wer die Müritz nicht nur vom Ufer aus betrachten möchte, kann deshalb direkt von hier zu einer Schiffstour starten. Die Schiffe verbinden Röbel auch mit anderen Orten rund um die Müritz, und teilweise können Fahrräder mitgenommen werden.

Ich fand es allerdings schon schön genug, einfach am Hafen herumzulaufen. Die Müritz ist schließlich kein kleiner Dorfteich, sondern Deutschlands größter vollständig innerhalb Deutschlands liegender See, und entsprechend weit wirkt die Wasserfläche. Wenn man vorne am Hafen steht und über das Wasser schaut, versteht man ziemlich schnell, warum Röbel sich selbst die „bunte Stadt am kleinen Meer“ nennt.

Vom Stadthafen direkt in die Altstadt von Röbel

Besonders praktisch ist die Lage. Vom Hafen in Röbel bist du innerhalb weniger Minuten wieder mitten in der Stadt. Die historische Altstadt, Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten liegen unmittelbar hinter dem Hafenbereich. (Röbel/Müritz)

Damit lässt sich der Stadthafen wunderbar mit einem Rundgang durch Röbel verbinden. Ich würde tatsächlich am Wasser anfangen, anschließend durch die Altstadt laufen und unbedingt noch den Abstecher hinauf zur alten Windmühle machen. Danach kann man wieder Richtung Müritz hinunterlaufen und den Spaziergang am Hafen beenden.

Und genau diese kurzen Wege sind eine der großen Stärken von Röbel. Man muss hier nicht Sehenswürdigkeit Nummer eins abhaken, ins Auto steigen und anschließend drei Kilometer zur nächsten Sehenswürdigkeit fahren. Hafen, Müritzpromenade, Altstadt, Kirchen und Windmühle lassen sich wunderbar zu Fuß miteinander verbinden.

Mein Fazit zum Hafen in Röbel

Der Stadthafen Röbel ist für mich weniger eine einzelne Sehenswürdigkeit als vielmehr einer dieser Orte, die man während eines Aufenthalts sowieso immer wieder ansteuert. Morgens ist es ruhig am Wasser, tagsüber sorgen die Fahrgastschiffe und Boote für Bewegung und am Abend wird die Müritzpromenade zum schönen Platz für einen letzten Spaziergang.

Mit Paul fand ich gerade die Kombination aus Hafen und Promenade besonders angenehm. Wir konnten direkt am Wasser entlanglaufen, zwischendurch einfach stehen bleiben und auf die Müritz schauen und anschließend ohne große Umwege wieder Richtung Altstadt gehen.

Wenn du Röbel an der Müritz besuchst, würde ich den Hafen Röbel deshalb nicht nur kurz für ein Foto ansteuern. Nimm dir lieber etwas Zeit und lauf ein Stück an der Müritzpromenade entlang. Denn genau hier zeigt Röbel wahrscheinlich am schönsten, warum diese kleine Stadt so eng mit der Müritz verbunden ist.

Die Windmühle von Röbel – mit Paul auf dem alten Burgberg

Wenn man durch Röbel an der Müritz läuft, gehört die alte Windmühle zu den Orten, an denen man eigentlich automatisch hängen bleibt. Sie steht etwas erhöht auf dem Windmühlenberg am Rand der Altstadt, direkt in der Nähe des Mönchteichs, und genau dort bin ich natürlich auch mit Paul hinaufgelaufen. Für einen Dackel ist so ein kleiner Berg schließlich keine ernsthafte geografische Herausforderung, sondern bestenfalls eine leichte Bodenwelle.

Oben steht man unmittelbar vor der mächtigen alten Galerie-Holländer-Windmühle, mit ihrem breiten steinernen beziehungsweise ausgemauerten Fachwerkbau, der umlaufenden Galerie und den großen Flügeln. Gerade weil die Mühle nicht irgendwo außerhalb zwischen Feldern steht, sondern praktisch über den Dächern von Röbel thront, wirkt sie hier besonders schön. Von oben bekommt man einen wunderbaren Eindruck davon, wie klein und gemütlich Röbel eigentlich ist, und gleichzeitig merkt man erst richtig, wie sehr Wasser und die leicht hügelige Landschaft das Stadtbild bestimmen.

Spannend ist vor allem, dass dieser Hügel schon lange vor der heutigen Windmühle eine wichtige Rolle spielte. Im Mittelalter befand sich hier eine landesherrliche Burganlage, die bereits 1227 erwähnt wurde. Nachdem die Burg verschwunden war, wurde der Hügel zum Mühlenstandort. Bereits seit dem späten 15. Jahrhundert sind hier Windmühlen nachweisbar. Die heutige Galerie-Holländermühle entstand im frühen 19. Jahrhundert beziehungsweise in ihrer heutigen Form nach einem Brand 1831. Damit steht an dieser Stelle seit Jahrhunderten gewissermaßen immer wieder eine neue Generation Mühle. (Amt Röbel-Müritz)

Gemahlen wurde hier bis 1926. Danach bekam das Gebäude eine ausgesprochen ungewöhnliche zweite Karriere: Die alte Windmühle wurde entkernt und ab etwa 1930 als Jugendherberge genutzt. Mehr als 60 Jahre lang haben hier also Schulklassen und Wanderer geschlafen, bis die Jugendherberge Anfang der 1990er-Jahre geschlossen wurde. Anschließend stand die Mühle längere Zeit leer und drohte langsam zu verfallen. (Röbel/Müritz)

Zum Glück hat Röbel sein Wahrzeichen nicht aufgegeben. Die Stadt ließ die Mühle umfassend restaurieren, 2006 bekam sie unter anderem ihre rekonstruierte Kappe, die Galerie und das große Flügelkreuz zurück. Die Flügel drehen sich zwar nicht, aber zusammen mit den beiden markanten Kirchtürmen gehören sie heute wieder unverkennbar zur Silhouette von Röbel. Seit 2008 wird die Windmühle außerdem kulturell genutzt, unter anderem für wechselnde Ausstellungen regionaler Künstler. (Röbel/Müritz)

Ich fand den Abstecher mit Paul gerade deshalb schön, weil man dafür kein großes Ausflugsprogramm braucht. Man läuft aus der Altstadt hinauf, steht plötzlich vor dieser ziemlich beeindruckenden alten Mühle und kann anschließend wieder gemütlich hinunter Richtung Müritz ziehen. Wenn du Röbel besuchst, würde ich die Windmühle deshalb unbedingt in einen Spaziergang durch die Altstadt einbauen. Sie ist keine Sehenswürdigkeit, für die man einen halben Urlaubstag reservieren muss, aber genau so ein Ort, der Röbel seinen eigenen Charakter gibt.

Paul schläft im Wohnmobil und ich gehe noch schwimmen

MüritzTherme Röbel – abends noch eine Runde schwimmen

Wer in Röbel an der Müritz Urlaub macht und nach Therme Müritz, Röbel Therme oder einer Therme an der Müritz sucht, landet ziemlich schnell bei der MüritzTherme Röbel. Und für mich hatte sie noch einen ganz besonderen Vorteil: Ich war mit Paul auf dem Campingplatz Pappelbucht und konnte während meines Aufenthalts die Therme kostenlos nutzen. Das gilt allerdings nicht grundsätzlich das ganze Jahr. Camper bekommen nach den aktuellen Angaben des Campingplatzes in der Nebensaison freien Eintritt in die MüritzTherme, während es in der Hauptsaison 10 Prozent Ermäßigung auf die Eintrittstarife gibt.

Ich fand dieses Angebot jedenfalls großartig, denn gerade bei einem Urlaub mit Hund ergibt sich daraus ein ziemlich perfekter Tagesabschluss. Tagsüber waren Paul und ich unterwegs, haben Röbel und die Müritz erkundet und abends war der kleine Herr entsprechend ausgelastet und hatte vor allem eines vor: schlafen. Also konnte ich ihn ganz in Ruhe lassen und selbst noch einmal in die MüritzTherme fahren und eine Runde schwimmen.

Und das war tatsächlich herrlich.

Die Therme in Röbel ist eher Schwimmbad als Luxus-Spa

Bei dem Wort Therme sollte man allerdings nicht automatisch an eine riesige Wellnesslandschaft mit Palmen, Thermalquellen und Menschen denken, die den ganzen Tag in weißen Bademänteln schweigend Gurkenwasser trinken. Die MüritzTherme Röbel ist vielmehr eine Mischung aus Sportbad, Erlebnisbad, Sauna, Wellness und Fitnessbereich und damit gerade dann interessant, wenn man wirklich schwimmen möchte.

Auf insgesamt mehr als 3.000 Quadratmetern gibt es unter anderem ein 25 Meter langes Wettkampfbecken, und genau das fand ich am Abend besonders angenehm. Nach einem langen Urlaubstag noch ein paar Bahnen zu schwimmen, während Paul längst zufrieden in seinem Bett lag, war für mich wesentlich verlockender, als den Abend irgendwo im Wohnmobil abzusitzen.

Wer mehr Unterhaltung im Wasser braucht, bekommt sie allerdings ebenfalls. Zur Therme in Röbel gehören eine 57 Meter lange Wasserrutsche sowie ein Erlebnisbereich mit Strömungskanal, Sprudelliegen und Massagedüsen, außerdem gibt es einen Whirlpool und ein separates Kinderbecken. Damit ist die MüritzTherme auch für Familien interessant und vor allem eine ziemlich gute Schlechtwetteralternative, falls die Mecklenburgische Seenplatte einmal beschließt, ihrem vielen Wasser noch zusätzlich welches von oben hinzuzufügen.

Sauna gibt es in der MüritzTherme natürlich auch

Wer nach dem Schwimmen noch nicht genug Entspannung hat, kann zusätzlich die Saunalandschaft besuchen. Dort gibt es vier unterschiedlich temperierte Saunen von 55 bis 95 Grad, außerdem eine Infrarotkabine, zwei Ruhezonen und einen Saunahof. Für die Saunanutzung wird ein Zuschlag auf den normalen Badeeintritt erhoben.

Das Schwimmbad selbst ist derzeit täglich von 9 bis 21 Uhr geöffnet, die Sauna von 9:30 bis 21 Uhr. Gerade die langen Öffnungszeiten fand ich für meinen Urlaub mit Hund ausgesprochen praktisch, denn ich musste meinen Tagesablauf nicht um einen Schwimmbadbesuch herumplanen. Erst war Paul dran, danach ich.

MüritzTherme und Campingplatz Pappelbucht – eine richtig gute Kombination

Besonders interessant ist die MüritzTherme Röbel für Gäste des Campingplatzes Pappelbucht, denn Campingplatz und Therme gehören zum selben Angebot. Der Campingplatz liegt direkt an der Müritz und verfügt über rund 150 Stellplätze für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile. Hunde sind dort ausdrücklich willkommen.

In der Nebensaison ist der Eintritt ins Schwimmbad der MüritzTherme für Camper kostenlos, in der Hauptsaison gibt es derzeit 10 Prozent Rabatt. Zusätzlich haben Camper freien Eintritt in das MüritzBad, also das Strandbad direkt an der Müritz.

Gerade wenn du mit Hund unterwegs bist, finde ich diese Kombination ausgesprochen gelungen. Tagsüber kannst du mit deinem Hund an der Müritz unterwegs sein, spazieren gehen, Ausflüge machen und Röbel erkunden. Und wenn der Hund abends ohnehin völlig zufrieden auf seinem Platz liegt und von seinem nächsten Abendessen träumt, kannst du selbst noch etwas machen, ohne dafür ein großes Abendprogramm organisieren zu müssen.

Ich habe es jedenfalls genauso gemacht: Paul hatte Feierabend und ich bin schwimmen gegangen.

Und nach einem langen Tag draußen noch durchs Wasser zu ziehen, anschließend warm zu duschen und zurück auf den Campingplatz zu kommen, war für mich einer dieser kleinen Urlaubsluxusmomente, die überhaupt nichts Spektakuläres brauchen. Gerade deshalb würde ich die MüritzTherme bei einem Urlaub in Röbel jederzeit wieder nutzen.

Scheune Bollewiek

Scheune Bollewick – ein ziemlich gewaltiges „Landwunder“ bei Röbel

Wenn du in Röbel an der Müritz Urlaub machst, lohnt sich ein kleiner Abstecher nach Bollewick, denn dort steht etwas, das man in einem kleinen mecklenburgischen Dorf zunächst vielleicht nicht unbedingt erwartet: die Scheune Bollewick, die mit 125 Metern Länge, 34 Metern Breite und rund 10.000 Quadratmetern Nutzfläche als größte Feldsteinscheune Deutschlands gilt.

Und das Ding ist wirklich groß.

Erbaut wurde die Scheune 1881 von Baron Adolph Theodor Wilhelm von Langermann zu Erlenkamp und Spitzkuhn, der damals bereits 76 Jahre alt war. Offenbar war man auch im fortgeschrittenen Alter noch für etwas Größenwahn zu haben, denn für eine landwirtschaftliche Scheune sind die Dimensionen bemerkenswert. Nicht ganz ohne Grund bekam das Gebäude den Beinamen „Landwunder“ von Bollewick.

Die mächtigen Grundmauern wurden aus behauenen Feldsteinen errichtet, darüber entstand der Aufbau aus Backstein. Später wurde das Gebäude von mehreren Bauern gemeinsam genutzt und diente unter anderem als Stall, Speicher und Werkstatt. Während der DDR-Zeit wurde daraus schließlich eine Milchviehanlage für sage und schreibe 650 Kühe.

Nach der Auflösung der LPG 1991 hätte die Geschichte der Scheune ziemlich unspektakulär mit Verfall und irgendwann vermutlich Abriss enden können. Stattdessen übernahm die Gemeinde das riesige Gebäude und begann mit einer aufwendigen Sanierung. Allein mehr als 1.000 Tonnen Beton wurden entfernt, außerdem verschwanden die alten Gülleanlagen, der Dachstuhl wurde rekonstruiert und das Innere komplett neu ausgebaut.

Heute würde man kaum noch vermuten, was für eine landwirtschaftliche Vergangenheit hinter diesen Mauern steckt.

Was gibt es heute in der Scheune Bollewick?

Inzwischen ist die Scheune Bollewick bei Röbel eine Mischung aus regionalem Marktplatz, Kunst- und Kulturzentrum und Ausflugsziel. Auf zwei Etagen verteilen sich kleine Geschäfte und Werkstätten mit regionalen Produkten und Kunsthandwerk. Dazu kommen wechselnde Ausstellungen, Veranstaltungen, Konzerte und Märkte.

Gerade das macht den Besuch ganz nett, denn man läuft nicht einfach fünf Minuten um ein historisches Gebäude herum, macht ein Foto und fährt wieder weg. Man kann tatsächlich hineingehen und sich umsehen.

Es gibt unter anderem traditionelles Handwerk, Holz- und Drechselarbeiten, Keramik, Textilien und regionale Produkte. Im Obergeschoss befindet sich die große Tenne, auf der wechselnde Ausstellungen gezeigt werden. Auch Werke des bekannten Röbeler Künstlers Werner Schinko sind dort zu sehen. Der Eintritt in die Scheune ist kostenlos.

Wer anschließend Hunger oder Kaffeedurst entwickelt hat, muss ebenfalls nicht wieder nach Röbel zurückfahren. In der Scheune gibt es Gastronomie, außerdem befindet sich inzwischen wieder ein Hotel im Gebäude.

Von 650 Kühen zu Kunst, Kaffee und Kultur

Gerade diese Entwicklung fand ich an der Feldsteinscheune Bollewick eigentlich am interessantesten. Hier wurde nicht einfach ein historisches Gebäude hübsch restauriert und anschließend abgeschlossen, damit man es von außen bewundern kann. Die Scheune wird tatsächlich weiter genutzt.

Wo früher Hunderte Kühe standen, gibt es heute Ausstellungen, Märkte, kleine Geschäfte, Veranstaltungen und Kunsthandwerk. Und dadurch fühlt sich die Scheune auch nicht wie ein Museum an, sondern eher wie ein ungewöhnlicher regionaler Treffpunkt.

Wenn du ohnehin in Röbel an der Müritz bist, würde ich Bollewick deshalb ruhig mitnehmen. Die Scheune liegt nur wenige Kilometer außerhalb von Röbel und lässt sich wunderbar als kleiner zusätzlicher Ausflug einbauen, gerade wenn das Wetter einmal nicht nach stundenlangem Herumlaufen an der Müritz aussieht.

Und selbst wenn du mit historischen Scheunen normalerweise ungefähr so viel anfangen kannst wie ein Dackel mit einer Steuererklärung: Diese hier ist allein wegen ihrer Dimensionen sehenswert.


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